Suchen

Antriebstechnik

Wir müssen in einen Plug-and-play-Modus kommen

Seite: 4/4

Firma zum Thema

Häufig sind die Antriebe integriert in ein komplexes Automatisierungskonzept. Wie sorgt ABB dafür, dass sie zuverlässig arbeiten beziehungsweise beim Ausfall ein zuverlässiger Servicepartner vor Ort ist?

Frei: Zum einen versuchen wir ja schon in der Entwicklung eine hohe Zuverlässigkeit zu erreichen, indem wir auch entsprechende Tests machen. Zudem haben wir in den letzten paar Jahren sehr viel investiert, auch in Test-Infrastruktur. Dann geht es natürlich auch darum, unsere Partner und Field-Service-Leute entsprechend für eine erfolgreiche Inbetriebsetzung zu schulen. Ich hatte es schon gesagt: Wir sind in 80 Ländern vertreten und in den meisten Ländern haben wir auch Serviceleute. Dazu kommt noch unser Servicenetzwerk mit den Partnern. Die verkaufen unsere Drives, aber sie können sie auch warten. Und wir haben spezifische Produkte entwickelt, wie zum Beispiel die Preventive Maintenance Kits zur vorbeugenden Wartung, um auch Kunden anzuleiten, wann es Sinn macht, bestimmte Teile zu ersetzen oder den Drive zu warten. Zuletzt gibt es natürlich auch noch das Condition Monitoring. Das wird vor allem in größeren Anlagen eingesetzt, wo im Prinzip eine Zentralüberwachung stattfindet.

Die Zuverlässigkeit ist ja auch in einer „Industrie 4.0“ eine wichtige Komponenten. Welche Möglichkeiten werden sich für Antriebe durch eine vernetzte, intelligente Produktion ergeben?

Frei: Vielleicht wird die SPS in Zukunft nur noch im Drive sein, aber ich denke, es ist ein langer Weg dorthin. Ich glaube, Industrie 4.0 ist der richtige Weg. Wir müssen in einen Plug-and-play-Modus kommen – auch in der industriellen Automatisierung – und hier geht es wirklich um die Standardisierung zwischen den Geräten. Das ist der viel größere Wert. Und wir müssen erreichen, wie mit meinem Handy, dass ich das Gerät anstelle und es funktioniert – ob ich in Deutschland bin oder in England, spielt keine Rolle. Genauso sollte es eigentlich mit den Geräten sein in einer solchen Fabrikautomatisierung.

Bildergalerie

Bildergalerie mit 7 Bildern

* Das Interview führte MM-Redakteurin Stefanie Michel

(ID:42838125)

Über den Autor

 Stefanie Michel

Stefanie Michel

Journalist, MM MaschinenMarkt