Windturbinen Windenergie aus großen Höhen

Redakteur: M.A. Bernhard Richter

Das Windenergieunternehmen Altaeros Energies will den Rekord für die bislang höchste Windturbine brechen. Die in einem Demoprojekt in Alaska eingesetzte fliegende Windturbine soll in 300 m den Wind einfangen.

Firmen zum Thema

(altaeros.com)

bei dem 1,3 Mio $ teuren und 18 Monate dauernden Projekt kommt eine Altaeros BAT (Buoyant Airborne Turbine) zum Einsatz, deren Prototyp vor zwei Jahren vorgestellt wurde. Dabei handelt es sich um den ersten Langzeitversuch mit einer fliegenden Windturbine. Das Projekt soll in der Nähe von Fairbanks durchgeführt werden. Die Genehmigung der Behörden wurde bereits erteilt.

Mit einer Höhe von 1000 ft (~300 m) wird das BAT-Pilotprojekt in Alaska über 275 ft (~92 m) höher sein als die Vestas V164-8.0-MW - der derzeitige Weltrekordhalter für Windturbinen.

Keine Umweltbeeinträchtigung

Altaeros entwickelt das Produkt mit dem Ziel, Energiekosten um bis zu 65 % zu senken, indem sie die stärkeren Winde in Höhen um die 300 m nutzen. Die Aufbauzeit der Anlage reduziert sich dabei immens. Anstatt Wochen braucht das Unternehmen für den Aufbau nur noch Tage. Zusätzlich ist die Maschine so konstruiert, dass sie minimalen bis gar keine Umwelt- oder Lärmbelastung verursacht. Die Altaeros BAT soll teuere Dieselgeneratoren in einsam gelegenen industriellen oder militärischen Anlagen sowie Siedlungen ersetzen.

Die BAT nutzt eine heliumgefüllte aufblasbare Hülle um in Höhen zu steigen, wo die Winde stetig und bis zu fünfmal stärker wehen als es bis jetzt durch traditionelle Windkraftwerke möglich gewesen ist. Starke Kabel halten die BAT ruhig und leiten den Strom zum Boden.

Die Technologie für die Fliegende Windturbine wurde vom Zeppelin abgeleitet, dessen Technik schon Jahrzehnte eine sichere Beförderung von Personen und schwerem Kommunikationsgerät, sowie Radartechnik ermöglicht. Sie können extremen Windstärken widerstehen und haben Sicherheitsvorrichtungen die eine sichere Landung ermöglichen. (br)

(ID:42610765)