Gleitlagertechnik Wie Wirbelnuten in Kippsegement-Radiallagern wirken

Autor / Redakteur: Stephan Faulhaber und Eckhard Schüler / Dipl.-Ing. (FH) Sandra Häuslein

Sogenannte Wirbelnuten können die Leistung von Gleitlagern erheblich steigern. Wir zeigen, wo sie eingesetzt werden, wie sie funktionieren und was sie bewirken.

Kippsegment-Radiallager werden vorzugsweise in Dampfturbinen (Bild), Gasturbinen, Turbokompressoren und Getrieben eingesetzt.
Kippsegment-Radiallager werden vorzugsweise in Dampfturbinen (Bild), Gasturbinen, Turbokompressoren und Getrieben eingesetzt.
(Bild: ©industrieblick - stock.adobe.com)

Dampf- und Gasturbinen, Turbokompressoren und Getriebe sind typische Einsatzfelder von Kippsegment-Radiallagern. Die Anforderungen an die Gleitlager sind hoch: Einerseits werden eine erhöhte Tragfähigkeit bzw. erhöhte Leistungsdichte gefordert, andererseits dürfen die Lagerfunktionalität und Betriebssicherheit nicht beeinträchtigt werden. Neben Änderungen an der Lagergeometrie, die oft nur begrenzt umsetzbar sind, kann der Einsatz von Wirbelnuten, genannt „Miba Eddy Grooves“, erhebliches Potenzial zur Leistungssteigerung von Gleitlagern erschließen.

Die Leistungsgrenzen konventioneller Gleitlager können in Turbomaschinenanwendungen aus unterschiedlichsten Gründen erreicht oder auch, entgegen der ursprünglichen Auslegung der Lager, überschritten werden. Ein wichtiger Ansatz zur Überwindung der traditionellen Betriebsgrenzen, ist die Reduktion der maximalen Lager- und Ölfilmtemperaturen.