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Polyolefin Wie China Mega-Solarfarmen vor extremer Witterung schützt

Von Henrik Bork

Es sehe aus „wie ein blaues Meer in der Wüste“, sagen Augenzeugen: Zwei Millionen Solarmodule werden gerade in der Mu-Us-Wüste im trockenen Nordwesten Chinas verlegt. Für hohen Ertrag – geplant sind mehrere Millionen Kilowatt Solarstrom pro Jahr – setzen die Betreiber auf einen POE-Film, der die Solarpanels besser vor Feuchtigkeit schützen soll.

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Rund 60 Prozent aller chinesischen Energie stammt derzeit noch aus Kohlekraftwerken und Solarenergie kann sie bislang weder rund um die Uhr, noch von ihrer Gesamtkapazität her ersetzen. Das soll sich ändern.
Rund 60 Prozent aller chinesischen Energie stammt derzeit noch aus Kohlekraftwerken und Solarenergie kann sie bislang weder rund um die Uhr, noch von ihrer Gesamtkapazität her ersetzen. Das soll sich ändern.
(Bild: bilanol - stock.adobe.com)

In der Mu-Us-Wüste, einem 42.200 km² großen Niemandsland, das zu den größten „semi-ariden“ Regionen Chinas gehört, regnet es oft und heftig: 100 bis 200 Millimeter können dort im Sommer an einem einzigen Tag fallen. Plötzliche Sturzfluten sind genauso gefährlich wie Dürreperioden. Der Name Mu Us kommt aus dem Mongolischen und heißt bezeichnenderweise „schlechtes Wasser“.

Weniger Korrosion, weniger Vergilbung durch POE-Kapselung

Gebaut wird die neue Mega-Solarfarm von der „CHN Ningxia Electric Power Company“ am Rande der Wüste. Sie soll ab 2023 auch Städte im Osten Chinas mit Energie versorgen. Geplant ist, dass die Solarfarm im Schnitt 3,15 Millionen KWh Solarstrom pro Jahr erzeugt, der über Chinas „West-Ost-Power-Transmission“-Projekt bis in die ferne Küstenprovinz Zhejiang südlich von Shanghai geliefert werden soll.