Automatisierung

Wettbewerbsbehörden geben grünes Licht: ABB schließt Übernahme von B&R ab

| Redakteur: Juliana Pfeiffer

„Wir werden kräftig in den Ausbau von Forschung und Entwicklung sowie in zusätzliche Produktionskapazitäten investieren“, sagte B&R-Geschäftsführer Hans Wimmer.
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„Wir werden kräftig in den Ausbau von Forschung und Entwicklung sowie in zusätzliche Produktionskapazitäten investieren“, sagte B&R-Geschäftsführer Hans Wimmer. (Bild: B&R)

Die Wettbewerbsbehörden haben ihre Zustimmung gegeben: B&R wurde an ABB verkauft und wird künftig innerhalb des ABB-Konzerns der Division Industrieautomation geführt.

Mit der Übernahme von B&R unternimmt ABB einen weiteren wichtigen Schritt beim Ausbau ihres digitalen Angebots, indem sie ihr branchenführendes Portfolio an Digitallösungen, ABB Ability, mit B&Rs starken Anwendungs- und Softwareplattformen, seiner grossen installierten Basis, dem erweiterten Kundenzugang und den massgeschneiderten Automationslösungen kombiniert.

Starke kulturelle Übereinstimmung zwischen B&R und ABB

Die Industrieprodukte, Software und Services von B&R in den Bereichen der speicherprogrammierbaren Steuerungen (SPS), Industrie-PCs und Servo-Antriebe ergänzen ABBs branchenführendes Automationsportfolio für Anbieter in der Energieversorgung, der Industrie und im Transport- und Infrastruktursektor.

"Es gibt eine starke kulturelle Übereinstimmung zwischen B&R und ABB, die auch unser gemeinsames Engagement für kundenorientierte, auf offener Architektur beruhende Software und Lösungen umfasst. Dies wird eine reibungslose Integration ermöglichen, da wir unsere Stärken bündeln und unser einzigartiges umfassendes Angebot zum Vorteil unserer Kunden weiterentwickeln", sagte Peter Terwiesch, Leiter der ABB-Division Industrieautomation. "Diese Kombination eröffnet neue globale Wachstumschancen, und erweitert unser Angebot für unsere Kunden rund um die Welt. Gleichzeitig werden wir das weitreichende und umfassende Branchenwissen und technologische Know-how von ABB auch Industrien und Kunden zur Verfügung stellen, die wir vorher noch nicht bedient haben. Die Investition in ein neues Zentrum für Forschung und Entwicklung, das am Hauptsitz in Oberösterreich gebaut wird, unterstreicht unsere Absicht zum zügigen Ausbau der Geschäftsaktivitäten von B&R," sagte Ulrich Spiesshofer, CEO von ABB.

Der Kunde steht weiterhin im Mittelpunkt

„Wir sind und bleiben kundennah“, bekräftigt B&R-Geschäftsführer Hans Wimmer. „Gemeinsam mit unseren Kunden werden wir weiter innovativste Lösungen entwickeln. Alle Ansprechpartner bleiben für unsere Kunden dabei dieselben.“ Der Hauptfokus von B&R liegt wie zuvor auf dem OEM-Maschinenbau. Zusätzlich wird B&R die Produktpalette für die Fabrikautomatisierung erweitern und auf ABBs globaler Präsenz und ergänzendem Portfolio aufbauend, die Vorteile dieses Zusammenschlusses für Kunden nutzbar machen. B&R wird zudem die Kompetenzen im Bereich Industrial IoT ausbauen und ABBs branchenführendes Portfolio an digitalen Lösungen erweitern.

Gestärkte Innovationskraft und erhöhte Produktionskapazitäten

„Innovation und Kundennähe verbinden ABB und B&R und sind für unsere gemeinsame Weiterentwicklung von zentraler Bedeutung“, ergänzt Terwiesch. Um für die stetig steigende Nachfrage nach modernsten B&R-Lösungen gerüstet zu sein, investiert ABB am B&R-Hauptsitz in Eggelsberg in ein neues Forschungs- und Entwicklungszentrum sowie in die Erweiterung der Produktionskapazitäten in Eggelsberg und im wenige Kilometer entfernten Gilgenberg. Zudem entstehen im Salzburger Entwicklungsbüro von B&R 50 zusätzliche Arbeitsplätze für die Entwicklung von Antriebs-, Steuerungs- und Kommunikationstechnologien für das Industrial IoT.

Hans Wimmer leitet Zentrum für Maschinen- und Fabrikautomation von ABB

Nach Abschluss der Transaktion wird B&R als neue globale Geschäftseinheit "Maschinen- und Fabrikautomation" Teil der ABB-Division Industrieautomation und die Geschäftsaktivitäten von ABB mit speicherprogrammierbaren Steuerungen übernehmen. Die Geschäftseinheit mit Sitz in Eggelsberg, Oberösterreich, dem neuen globalen Zentrum für Maschinen- und Fabrikautomation von ABB, steht unter der Leitung von Hans Wimmer, dem bisherigen Geschäftsführer von B&R. Die beiden Gründer von B&R, Erwin Bernecker und Josef Rainer, werden das Unternehmen während des Integrationsprozesses beratend begleiten. ABB wird weiter in den Ausbau der Geschäftsaktivitäten von B&R, darunter auch die Forschung und Entwicklung, investieren und das bewährte Geschäftsmodell des Unternehmens fortsetzen. Dieser Anspruch spiegelt sich auch in dem mittelfristigen Umsatzziel von mehr als einer Milliarde US-Dollar wider.

"Das B&R-Team ist stolz, Teil von ABB und der führenden Division Industrieautomation zu werden", sagte Hans Wimmer, Geschäftsführer der neuen Geschäftseinheit Maschinen- und Fabrikautomation. "Mit unseren kompatiblen Kulturen, komplementären Stärken und führenden Technologien verfügen ABB und B&R über noch überzeugendere Wertvorteile, die wir unseren Kunden in der vierten industriellen Revolution bieten können."

Das erfahrene Experten-Team von B&R wird integraler Bestandteil der Division Industrieautomation von ABB. Der Integrationsprozess wird von einem engagierten Team in Österreich geleitet, das sich aus Teammitgliedern beider Seiten zusammensetzt. ABB wird ihren bewährten Integrationsansatz verfolgen und sicherstellen, dass eine nahtlose Integration erfolgt. (jup)

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