Signalgeräte Werma als Fortschritt-Macher ausgezeichnet

Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Monika Zwettler

Am 5. Juli 2013 trafen sich die innovativsten Unternehmen des deutschen Mittelstands in Berlin zu einer Preisverleihung: Sie erhielten das Innovationssiegel „Top 100“ von Mentor Ranga Yogeshwar. Der Innovationspreis der Compamedia GmbH wird bereits im 20. Jahr verliehen. Werma war mit von der Partie und gehört zum zweiten Mal in Folge zu den Ausgezeichneten.

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Bereits zum 20. Mal wurde kürzlich der Innovationspreis Top 100 verliehen.
Bereits zum 20. Mal wurde kürzlich der Innovationspreis Top 100 verliehen.
(Bild: Werma)

Die 1950 gegründete Werma Signaltechnik GmbH & Co. KG stellt Signalgeräte her, die Prozesszustände, Risiken und drohende Gefahren auf allen Gebieten der modernen Informations- und Produktionstechnik anzeigen.

Hauseigener Entwicklungsprozess

Das Unternehmen mit weltweit 245 Mitarbeitern punktete bei der „Top 100“- Analyse insbesondere durch seinen hauseigenen Entwicklungsprozess, das „Werma Development System“ (WDS): Es reduziert Projektlaufzeiten, stellt die pünktliche Beendigung der Projekte sicher, sorgt für eine effiziente Ressourcennutzung und ermöglicht es, Schwierigkeiten früh zu identifizieren und zu beseitigen. Ein in neun Phasen gegliederter Prozess beschreibt Innovationsvorgänge detailliert, von der Idee über die Konzeption und Tests bis zur Fertigstellung.

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Klare Strukturen

Für alle Innovationsprojekte bilden die Verantwortlichen eigene Teams, die sich abteilungsübergreifend austauschen. So können aktuelle Erfahrungen direkt in alle Entwicklungen einfließen. Ein klares Produktmanagement und ein definierter Business-Development-Prozess sorgen für Wachstum auch außerhalb des Kerngeschäfts.

Dabei passt das Top-Management das Unternehmen organisatorisch stets an die neuesten Anforderungen an. „Unsere Produkte“, erklärt Entwicklungsleiter Christian Höhler, „wandeln sich aufgrund der entsprechenden Nachfrage und neuer technischer Möglichkeiten zu immer komplexeren elektronischen Systemen. Darauf haben wir reagiert und unsere Software-Entwicklungsabteilung stark aufgestockt. Zudem sichern wir uns Nachwuchskräfte durch Fördermodelle für Studenten.“

Innovationsmanagement optimieren

Die Grundlage für die Auszeichnung ist eine wissenschaftliche Unternehmensanalyse von Prof. Dr. Nikolaus Franke und seinem Team vom Lehrstuhl für Entrepreneurship und Innovation der Wirtschaftsuniversität Wien. Dieses Jahr haben die Innovationsexperten insgesamt 245 Unternehmen untersucht.

Die Ergebnisse dieser Untersuchung werden den Teilnehmern in Form eines Benchmarkingberichts zur Verfügung gestellt, der ihre Potenziale aufdeckt und sofort anwendbare Praxistipps liefert. Christian Höhler: „Dieser Erfolg ist das Ergebnis einer engagierten Teamleistung von Geschäftsführung und Mitarbeitern und zeigt uns, dass wir die richtige Richtung eingeschlagen haben. Die Ergebnisse werden wir nun nutzen, um unser Innovationsmanagement weiter zu optimieren.“

Innovatoren investieren in F&E

Neben Werma erhalten weitere 102 Unternehmen in insgesamt drei Größenklassen das Qualitätssiegel „Top 100“. Darunter sind 51 nationale Marktführer und 21 Weltmarktführer. Etwa zwei Drittel der Betriebe sind Familienunternehmen. 2012 erwirtschafteten alle Unternehmen zusammen einen Umsatz von rund 13,5 Mrd. €. Rund 10 % davon haben die Top-Innovatoren direkt in Forschung und Entwicklung reinvestiert. Bei den KMU in Deutschland allgemein waren das gerade einmal 1,4 %.

Entsprechend erfolgreich sind die Ausgezeichneten: 42,6 % ihres Umsatzes erzielen sie mit Produkten und Dienstleistungen, die sie erst in den vergangenen drei Jahren neu auf den Markt gebracht haben. Diese Zahl fällt bei der Vergleichsgruppe mit 8,9 % deutlich geringer aus. Die Folge: 86 der „Top 100“-Unternehmen (83,5 %) erreichten in den vergangenen drei Jahren ein Wachstum, das über dem jeweiligen Branchendurchschnitt lag – und zwar im Schnitt um knapp 15 %.

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(mz)

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