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Hindernisfeuer Wenn die Warnleuchten nachts nicht mehr blinken

| Redakteur: M.A. Bernhard Richter

Die Deutsche Flugsicherung (DFS) hat erstmals den Betrieb von Windenergieanlagen ohne permanent blinkende Warnleuchten ermöglicht. Damit kann eines der größten Hindernisse für die Akzeptanz von Windparks zukünftig abgebaut werden.

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(Bild: Pieter van Marion/ CC BY-NC 2.0)

Vermieden wird das Dauerblinklicht mit Hilfe des radargestützten Systems „airspex“ des Brandenburger Unternehmens Enertrag Systemtechnik. Es schaltet die Befeuerung nur dann ein, wenn ein Luftfahrzeug in die Nähe der Windenergieanlagen gelangt.

„Die sogenannte bedarfsgerechte Befeuerung wird schon seit Jahren von Bürgern gewünscht. Deswegen sind wir besonders froh, sie jetzt in Windparks installieren zu können. Gerade die Akzeptanz neuer Windenergieprojekte steigt merklich, wenn die Warnleuchten nachts nicht mehr blinken“, erklärt Thomas Herrholz.

„airspex“ wurde von Enertrag gemeinsam mit Airbus Defence & Space, der

Verteidigungs- und Sicherheitsdivision des Luft- und Raumfahrtkonzerns Airbus, entwickelt und arbeitet im X-Band Frequenzbereich. Seinen Praxistest absolvierte es im Bürgerwindpark Ockholm-Langenhorn in Schleswig-Holstein. Das System aktiviert die Befeuerung, wenn sich ein Luftfahrzeug in einem Umkreis von vier Kilometern befindet und dabei in einer Höhe von bis zu 600 m fliegt. Sobald es dieses Gebiet verlässt, wird die Befeuerung wieder deaktiviert.

„airspex“ eignet sich nicht nur für neue Windenergieprojekte, die Anerkennung des Systems ermöglicht seinen Einsatz auch in bestehenden Windparks. Davon profitiert der Bürgerwindpark in Ockholm-Langenhorn: „Mit der allgemeinen Anerkennung des Systems haben wir die erforderlichen Gutachten und Stellungnahmen für das Projekt Langenhorn eingereicht. Nach Zustimmung der Landesluftfahrtbehörden kann das Dauerblinken auch hier der Vergangenheit angehören“, so Thomas Herrholz. (br)

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