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Die K 2016 ist am Start

Weltweit größte Kunststoffmesse öffnet am 19. Oktober ihre Hallen

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Keimfreie Waren

Ein Thema, das immer wieder im Zusammenhang mit Kunststoffverpackungen genannt wird, ist die Gesundheit, wobei auch hier wiederum viele verschiedene Aspekte betrachtet werden. Selbstverständlich dient jede Schutzverpackung der Gesundheit des Konsumenten, indem sie das Lebensmittel vor jeglichen äußeren Einflüssen bewahrt. Gerade in der Getränkebranche geht der Trend dahin, gesundheitsfördernde Zusatzstoffe in Getränke zu geben, die einen besonderen Schutz benötigen. Ein Beispiel hierfür sind Obstsäfte mit hohen Vitamingehalten oder Sport- und Fitnessdrinks mit speziellen Nahrungsergänzungsmitteln. Um solche Getränke in Flaschen lange frisch zu halten, bietet sich die Plasmax-Technologie der KHS Plasmax GmbH aus Hamburg an. In einem Niederdruck-Plasmaverfahren lagert sich reines Siliziumoxid, also Glas, in einer etwa 50 nm dicken Schicht auf der Innenseite einer PET-Flasche ab. Das Getränk ist somit länger haltbar, vor Außeneinflüssen sowie Vitamine und Zusatzstoffe vor dem Entweichen geschützt. Im Gegensatz zum Konkurrenzprodukt Multi-Layer-Flasche ist die Plasmax-Technologie zwar etwas aufwändiger, die Materialkosten pro Flasche mit rund 1 Cent pro Flasche jedoch günstiger. Hauptvorteil des Plasmax-Verfahrens ist die Rezyklierbarkeit der Flasche, die zu 100 % gegeben ist.

UV-Schutz für Lebensmittel

Ein anderer Trend in der Getränkebranche geht zu gesunden Getränken mit stückigen Anteilen, beispielsweise Wasser mit Aloe-Vera-Stückchen oder Milch- und Joghurtgetränken mit Fruchtstücken. Hierfür sind nicht nur die passenden Flaschengeometrien gefragt, sondern auch Abfülltechnologien, die feste Partikel sauber und präzise dosieren können. Maschinenbauer wie die Krones AG in Neutraubling haben sich darauf eingestellt und bieten mit Dosaflex spezielle Dosiersysteme für stückige Füllgüter bis zu einer Größe von 3 mm x 3 mm x 3 mm mit einer Dosiergenauigkeit von ±0,3 % an. Apropos Milch- und Joghurtgetränke: Hier ist ein klarer Trend zu einem immer größeren Angebot zu beobachten. Da gerade Milchgetränke aber nur eine begrenzte Haltbarkeit haben, präsentiert Holland Colors NV aus Apeldoorn/Niederlande auf der K 2016 ihr neues Feststoff-Additiv Holcomer III, welches die Herstellung von PET-Monolayer-Verpackungslösungen für UHT-Milch ermöglicht, da es einen 100 %-igen Schutz vor UV-Strahlen und bis zu 99 % Schutz vor sichtbarem Licht bringt. Klarer Vorteil dieser Lösung ist der Monolayer-Aufbau, der besser zu rezyklieren ist als eine Multi-Layer-Lösung.

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Jedes Jahr 2 % leichter ;-)

Besonders bedeutsam bleibt das Gewicht jeder Verpackungslösung. Hier ist in den letzten Jahren sehr viel passiert. Die Ideen und Einsparpotenziale sind vielfältig. Der Verzicht auf Umverpackungen, flexible anstelle halbstarrer oder starrer Verpackungen, neue Designs und die Reduktion der Wanddicken. So sind die Verpackungen im Zeitraum von 1991 bis 2013 insgesamt um 25 % leichter geworden. Allein im Jahr 2013 konnten durch Gewichtsreduktionen weltweit 1 Mio. t Kunststoffe eingespart werden – trotz gestiegener Ansprüche in Punkto Funktionalität. Um noch einmal das Beispiel PET-Flasche heranzuziehen: Es wurden nicht nur die Wanddicken reduziert, sondern auch das Boden-Design optimiert. Allein das neue Gewinde-Design spart rund 2 g Kunststoff pro Flasche ein. Zur Optimierung des Flaschenbodens entwickelte die türkische Creative Packaging Solutions Ltd. aus Balcova-Izmir das Mint-Tec-Verfahren, bei dem ein Stößel nach der Ausformung der Preform in dieselbe einfährt – und zwar ohne den Hals zu berühren – und den Boden wunschgemäß ausformt.

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