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Wind Energy Hamburg 2016 Weltleitmesse wird zum globalen Schaufenster

Redakteur: M.A. Bernhard Richter

In weniger als vier Monaten öffnet die Weltleitmesse für Windenergie, die Wind Energy Hamburg, ihre Tore und wird zum globalen Schaufenster der weltweiten Energiewende.

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(Bild: Richter/konstruktionspraxis)

Vom 27. bis 30. September präsentieren mehr als 1200 Aussteller aus über 30 Ländern auf dem Gelände der Hamburg Messe ihre Innovationen für die Nutzung der Windenergie Onshore und Offshore. Neun Messehallen sind nahezu ausgebucht. Erstmals findet parallel die Konferenz der Wind Europe statt. „Weltleitmesse und Wind Europe-Konferenz bieten der Industrie den bedeutendsten internationalen Treffpunkt für den Know-How-Transfer, der für die Bewältigung der anstehenden globalen Herausforderungen wie die Reduzierung des CO2-Ausstoßes so wichtig ist“, sagte Bernd Aufderheide, Vorsitzender der Geschäftsführung Hamburg Messe und Congress GmbH, heute auf der Vorauspressekonferenz in Hamburg.

„Diese beiden Top-Events an einem Ort schaffen optimale Synergien für alle Fachbesucher“, betonte Aufderheide. „Hamburg wird damit einmal mehr zu dem Ort, an dem die Windbranche wichtige Impulse bekommt.“ Giles Dickson, CEO Wind Europe, sagte: „Auf dem Wind Europe Gipfel wird es um die Chancen und Herausforderungen für die Weiterentwicklung der europäischen Windenergiemärkte gehen. Das Programm wird auch neue Themen wie Energiespeicherung und Netzausbau abdecken.“ Der europäische Windenergieverband Wind Europe vertritt die wirtschaftspolitischen Ziele der Branche.

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Bei der Pressekonferenz wurde deutlich, wo die Windindustrie momentan bei der Reduzierung der Stromgestehungskosten steht. Dr. Markus Tacke, CEO der Siemens Wind Power and Renewables Division: „Fernwartung und Datenanalysen erlauben schon heute Ertragssteigerungen und einen gezielten und damit deutlich preiswerteren Einsatz der Wartungstechniker. Die Digitalisierung hilft uns bereits heute, Technologien zu entwickeln, mit denen wir künftig die Windstromproduktion und den Bedarf im Netz besser aufeinander abstimmen können.

Auch Nils de Baar, President Vestas Business Unit Central Europe, stellte bei der Voraus-Pressekonferenz der Wind Energy Hamburg die erfolgreichen Anstrengungen der Branche zur Senkung der Stromgestehungskosten durch technologische Innovationen und Weiterentwicklungen heraus. „Dieses Ziel steht bei uns im Zentrum des technischen Fortschritts und spiegelt sich in den fallenden Kosten für Windenergie wider: Allein in den letzten fünf Jahren sind diese um 15 % gefallen, in den vergangenen 20 Jahren um mehr als 80 %.“

Neben Siemens Wind Power und Vestas stellen auf der Weltleitmesse im September alle weiteren internationalen Hersteller wie Enercon, Envision, Gamesa, GE, Nordex und Senvion ihre Neuheiten vor. Insgesamt sind 17 Hersteller von großen Windturbinen präsent. Dazu kommen Anbieter aller Komponenten der gesamten Wertschöpfungskette der Onshore- wie der Offshore-Branche. „Der Anteil Offshore-Aussteller liegt voraussichtlich bei ungefähr 35 %“, sagte Messechef Aufderheide. „Bemerkenswert ist die große Bandbreite der Aussteller-Angebote, vom Installationsschiff über Fundamente und Seekabel bis zum Taucher.“ Darüber hinaus präsentieren sich die Windbranchen verschiedener Länder mit eigenen Nationenpavillons. Dazu zählen unter anderem Dänemark, die Türkei, China, Argentinien, USA und Kanada.

Als interessante aufstrebende Märkte identifizierten die Experten heute beim Pressegespräch sowohl die USA bei der Offshore-Windenergie als auch viele Länder Asiens und Afrikas. „Sie alle werden von den Weiterentwicklungen, die unsere Branche im Hinblick auf die Kostenreduzierung vorantreibt, profitieren“, sagte Dr. Tacke.

Giles Dickson verwies auf die steigende Bedeutung der Windenergie, die allein in Europa mehr als 250 000 Arbeitsplätze bietet und ihren Anteil an der Stromversorgung des Kontinents bereits auf 11,5 % erhöht hat. Hamburg sei die „Drehscheibe der Windindustrie“, sagte Dickson und fügte hinzu: „Europa hat sich zum Ziel gesetzt, den Anteil der erneuerbaren Energien am Stromverbrauch von heute 29 % bis zum Jahr 2030 auf 50 % zu steigern. Voraussetzung für eine leistungsfähige Windenergiebranche sind aber robuste Märkte, die eindeutige Ausbauziele vorgeben. Stabile und langfristige Regelwerke auf EU- und nationaler Ebene sind ebenso wesentlich. Der Wind Europe Gipfel 2016 und die parallel dazu stattfindende Wind Energy Hamburg bieten eine großartige Möglichkeit zu zeigen, was dieser Industriezweig kann, und wie wichtig Windenergie für den europäischen Energiemix ist.“

Sowohl Tacke als auch de Baar unterstrichen die Bedeutung der beiden Events für die Branche. Tacke: „Die Wind Energy Hamburg konnte sich von Anfang an als Marktplatz von globaler Bedeutung positionieren. Jetzt bringt Wind Europe noch seinen europäischen Fachkongress dazu. Um Produktinnovationen vorzustellen und wesentliche Branchenfragen zu diskutieren, ist Hamburg mit der Weltleitmesse der perfekte Ort.“ De Baar betonte: „Die Möglichkeiten, die sich Ausstellern und Fachbesuchern durch die Internationalität und Bedeutung der Messe bieten, sind optimal. Wir werden mit einem großen internationalen Expertenteam aus dem Produkt- und Service-Bereich vor Ort sein und damit unseren Kunden Ansprechpartner aus ihren jeweiligen Regionen bieten.“ (br)

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