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Elektrotechnik Weidmüller wächst über Branchenschnitt

| Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Monika Zwettler

Einen Umsatz von 640,3 Mio. Euro erzielte Weidmüller im Geschäftsjahr 2013. Mit einem Plus von über 3 % wuchs der Elektrotechnikspezialist mit Hauptsitz in Detmold im vierten Jahr in Folge über dem vom ZVEI ermittelten Branchenschnitt (-2,1 %).

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„Wir haben es auch 2013 geschafft, uns in unserem Marktumfeld erfolgreich zu behaupten“, teilte Dr. Peter Köhler, Vorstandsvorsitzender bei Weidmüller auf der Hannover Messe 2014 mit.
„Wir haben es auch 2013 geschafft, uns in unserem Marktumfeld erfolgreich zu behaupten“, teilte Dr. Peter Köhler, Vorstandsvorsitzender bei Weidmüller auf der Hannover Messe 2014 mit.
(Bild: M. Zwettler, konstruktionspraxis)

„Wir haben es auch 2013 geschafft, uns in unserem Marktumfeld erfolgreich zu behaupten“, teilte Dr. Peter Köhler, Vorstandsvorsitzender bei Weidmüller auf der Hannover Messe 2014 mit. „Das gute Ergebnis konnten wir dank Produktinnovationen und unserer Fokussierung auf wachsende Märkte erreichen“, so Köhler. Prognosen für 2014 gestalten sich in den Augen Köhlers schwierig, die ersten Monate lassen aber hoffen: „Die Auftragslage ist gut, wir haben viel zu tun“, so der Vorstandsvorsitzende.

Osteuropa und Asien tragen das Ergebnis

Als impulsstarke Märkte erwies sich 2013 erneut der asiatisch-pazifische Raum (+6 %) und auch in Europa konnte der Umsatz leicht gesteigert werden (+2 %). Besonders wachstumsstarke Länder waren 2013 erneut Russland (+21 %) und China (+7 %). Auch der Umsatz in Deutschland entwickelte sich im vergangenen Jahr leicht positiv. „Neben den bekannten Wachstumsregionen haben wir auch in anderen Märkten sehr starke Umsatzzuwächse verbucht“, so Köhler. In Japan konnte der Umsatz um über 50 % gesteigert werden, in Südafrika sogar um über 130 %. „Grund sind die Investitionen in den Ausbau der erneuerbaren Energieerzeugung“, weiß Köhler. „Das freut uns besonders, weil wir mit innovativen Produkten und Lösungen punkten konnten, noch dazu mit einem zukunftsträchtigen Portfolio.“ Insgesamt wurde der Umsatz mit Komponenten und Lösungen für die Photovoltaik weltweit nahezu verdoppelt.

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Erweitertes Vertriebs- und Entwicklungsnetzwerk

„Wir werden im laufenden Geschäftsjahr unsere Aktivitäten in den Wachstumsregionen und -industrien weiter forcieren“, so Weidmüller-Vertriebsvorstand Volpert Briel. Bereits im vergangenen Jahr investierte Weidmüller in den Ausbau des Vertriebs- und Entwicklungsnetzwerks: „Mit unseren neuen Vertriebsniederlassungen und -repräsentanzen in Dänemark, Finnland, Rumänien, Kasachstan, Aserbaidschan und Thailand sind wir künftig noch näher an ausgewählten Wachstumsmärkten“, erklärt Briel. „Zudem haben wir im Rahmen der Markteinführung unserer Produktinnovation u-remote ein Entwicklungszentrum in Singapur und eine neue Division ‚Elektronische Interfacetechnik‘ am Stammsitz in Detmold etabliert.“

Ausbbildung über Bedarf

Mit einer Ausbildungsquote von 7,5 % liegt Weidmüller über dem Branchenschnitt und bildet über Bedarf aus. Zentrale Einrichtung für die ersten Schritte ins Berufsleben ist die seit zehn Jahren bestehende Weidmüller Akademie, die im vergangenen Jahr durch die NRW-Landesregierung als ‚Ort des Fortschritts‘ ausgezeichnet wurde.

„Gerade in der globalisierten Welt mit neuen technologischen Ansprüchen hilft uns die Akademie, dringend benötigte Nachwuchskräfte auszubilden und Netzwerke unter den jungen Menschen zu etablieren“, so Köhler. „Das Thema ‚Systems Engineering‘, die frühzeitige Zusammenführung der Kompetenzen, bestenfalls schon in der Ausbildung, wird nicht nur vor dem Hintergrund der Entwicklung von Industrie 4.0 immer wichtiger.“ (mz)

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