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VDE-Erhebung Was leisten Ingenieure der Elektro- und Informationstechnik?

| Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Sandra Häuslein

Das VDE-Thesenpapier „Was leisten Ingenieurinnen und Ingenieure der Elektro- und Informationstechnik?“ beschäftigt sich mit der Frage, ob Bildungsreformen dem Profil des Elektroingenieuren geschadet haben und welchen Einfluss Ingenieure dieser Fachrichtung auf die Wirtschaft und den Wohlstand der Gesellschaft nehmen können. Die Studie gibt es online kostenlos zum Download.

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Elektroingenieure können aufgrund ihrer breiten Qualifikation in vielen Berufsbereichen eingesetzt werden.
Elektroingenieure können aufgrund ihrer breiten Qualifikation in vielen Berufsbereichen eingesetzt werden.
(Bild: CC0, pixabay.com)

Wirtschaft und Gesellschaft in Deutschland profitieren in hohem Maße vom Know-how der Ingenieure der Elektro- und Informationstechnik. Das zeigt der VDE-Ausschuss „Studium, Beruf und Gesellschaft“ in dem neuen VDE-Thesenpapier „Was leisten Ingenieurinnen und Ingenieure der Elektro- und Informationstechnik?“. Die mehr als 40-köpfige Expertengruppe aus Unternehmens- und Hochschulvertretern hat hierfür Qualifikationsmerkmale und Einsatzgebiete von Akademikern aus der Elektrotechnik, Elektronik und Informationstechnik untersucht. Ziel der Erhebung war es, aufzuzeigen, dass weder Bologna-Reform noch der Wegfall der Bezeichnung „Diplom-Ingenieur“ das Profil von Elektroingenieuren aufgeweicht haben. Die Experten belegen vielmehr, dass die Kompetenzen der Ingenieure in der Elektro- und Informationstechnik, wie ausgeprägte Fachkenntnisse und die Fähigkeit, wissenschaftlich zu arbeiten, wesentliche Voraussetzungen der modernen Industrie- und Wissensgesellschaft sind und wichtige Trends wie die Digitalisierung nach vorne bringen werden.

Fit für die Zukunft

Ingenieurinnen und Ingenieure der Elektro- und Informationstechnik entwickeln in zentralen Bereichen Wirtschaft und Gesellschaft weiter und sollen damit erheblich zum Wohlstand der Gesellschaft beitragen. Arbeitswelt und Kommunikation gehören genauso dazu wie Energieversorgung und Mobilität. Hinzu kommen Impulse für Medizin und Bildung. Außerdem sollen sie aufgrund ihrer breiten Qualifikation in vielen Berufsbereichen eingesetzt werden können – von klassischer Forschungs- und Entwicklungsarbeit über Fertigung, Betrieb und Service bis hin zu Marketing, Vertrieb oder Lehrtätigkeit. Beim Studium werden darüber hinaus Qualifikationen ausgebildet, die beruflich von übergeordneter Bedeutung sein können, so das Denken in dynamischen Systemen und Prozessen, die strukturierte Suche nach den Ursachen und das Beheben von Fehlern in Systemen sowie der Umgang mit komplexen Systemhierarchien, Schnittstellen und Wirkungszusammenhängen. Der VDE plädiert daher, unter keinen Umständen Abstriche bei der Ausbildung oder ein Aufweichen des Berufsprofils hinzunehmen.

Vollbeschäftigung behindert Gründung von Start-Ups

Die VDE-Experten zeigen in ihrer Studie aber auch, dass die Gründungsneigung von Ingenieuren hierzulande wenig ausgeprägt ist. Der wichtigste Grund dafür ist sicherlich die besonders gute Arbeitsmarktsituation, die einer Vollbeschäftigung gleichkommt. Pioniergeist und Risikobereitschaft sollten deshalb wieder mehr gefördert und honoriert werden, so die Forderung des VDE.

Das VDE-Thesenpapier „Was leisten Ingenieurinnen und Ingenieure der Elektro- und Informationstechnik? Das Berufsfeld von Akademikern der Fachrichtungen Elektrotechnik, Elektronik und Informationstechnik“ gibt es kostenlos im VDE-Infocenter. (sh)

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