Maschinenschutz Was das Design des Maschinenschutzes für die Maschine tun kann

Autor Ute Drescher

Für den Verkaufserfolg spielt das Design einer neuen Maschine eine nicht unerhebliche Rolle. Entscheidend kann die Zusammenarbeit mit dem richtigen Partner sein.

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(Bild: Hecker/Kündig/VCG)

Auch im Maschinenbau ist mittlerweile klar: Das Design der Maschine spielt bei der Markteinführung eine wichtige Rolle. „Viele Weltmarktführer widmen dem Design ihrer Maschinen besondere Aufmerksamkeit“, hat auch Bastian Borchert beobachtet, Verkaufsleiter bei der Hecker Kunststofftechnik GmbH & Co. KG, Dortmund. Ist dieser Schritt gelungen, transportiert das Äußere der Maschine die inneren Werte wie Funktionalität und Qualität.

Auch der Schweizer Schleifmaschinen-Spezialist Kündig suchte nach einem neuen Maschinenkleid, das diese Funktion erfüllt. Das Unternehmen produziert hochleistungsfähige Schleifmaschinen. Das zukünftige Design sollte die hohe Qualität bei der Oberflächenbearbeitung dieser Hochleistungs-Schleifmaschinen widerspiegeln. Bei seiner Suche stieß Operations Manager Lukas Kündig auf Hecker Kunststofftechnik, Spezialist für die Herstellung transparenter Kunststoff-Komponenten.

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Design soll Qualität der Maschine widerspiegeln

„Unsere neuen Schleifmaschinen für Möbel des oberen Marktsegments sollten Maßstäbe setzen in der Bedienbarkeit und dies auch von außen verkörpern“, fasst Lukas Kündig die Wünsche des Schleifmaschinenherstellers zusammen. „Unsere Kunden, Schreiner und Innenausbauer, die mit diesen Maschinen schleifen, möchten natürlich perfekte Oberflächen erzeugen“, erklärt Kündig. „Das sollte man der Maschine auch ansehen.“ Darüber hinaus sollte das Design die Marktstellung im gehobenen Markt festigen sowie weitere Aufmerksamkeit auf dem Markt bekommen – mit spezifischen Wiedererkennungsmerkmalen.

Transparente Kunststoffe verhindern den Griff in die laufende Maschine und ermöglichen gleichzeitig den Blick auf die laufenden Prozesse.

Bastian Borchert, Verkaufsleiter, Hecker Kunststofftechnik GmbH & Co. KG, Dortmund

In enger Zusammenarbeit haben beide Unternehmen in mehreren Stufen ein Konzept erarbeitet, das sowohl die Präzision als auch die Qualität der Schleifmaschinen widerspiegelt. Hecker setzte dabei auf den Einsatz von transparenten Werkstoffen für den Maschinenschutz, ganz so wie Kündig es sich gewünscht hatte. „Plexiglas verhindert den Griff in die laufende Maschine“, erklärt Borchert. „Und ermöglicht gleichzeitig den Blick auf die laufenden Prozesse“. Allerdings erfordert die Bearbeitung von Plexiglas für das obere Marktsegment viel Erfahrung. „Die haben wir in den letzten 50 Jahren aufgebaut“, so Borchert. Darüber hinaus verfügt Hecker auch über Kompetenzen, um das Plexiglas farblich aufwändig zu bedrucken, etwa per Siebdruck oder Digitaldruck.

Entstanden sind drei Maschinenschutz-Elemente. Sie bestehen jeweils aus einem „Trägerblech“ und einer hinterdruckten, verformten Acrylglas/Plexiglas-Platte, auf hohem Bearbeitungsniveau präzise verformt und 5-Achs-CNC-gefräst. Anschließend wurden sie mit dem Trägerblech verbunden.

Der Kunde erkenne die Unterschiede vom geformten hinterdruckten Plexiglas zur opaken, durchgefärbten Scheibe sofort, berichtet Borchert. „Die dreidimensionale Wirkung ist deutlich besser.“ Auch die leicht getönten Scheiben kämen sehr gut an. Und: Mit dem richtigen Licht im Innenraum lassen sich einzelne Bauteile auch hervorheben. (ud)

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