14. Pumpen-Forum 2016

Warum auch smarte Pumpen Planer und Bediener brauchen

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Gesucht: der praxisorientierte Pumpenschlosser

Auf dieser Gewissheit basiert das Geschäftsmodell von Pumpentechnik Bass: Die Spezialisten dieses Dienstleisters reparieren Jahr für Jahr rund 4000 Industriepumpen. Stefan Leuchtenberger ging in seinem Vortrag darauf ein, wie man teure Reparaturen und Produktionsausfälle vermeiden kann – wohl wissend, dass sein Geschäft darunter nicht merklich leiden wird.

Das waren die Aussteller der Förderprozess-Foren 2016:

Die Aussteller der 4. Förderprozess-Foren 2016
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Nach wie vor die häufigsten Fehler: Trockenlauf und „Lauf im eigenen Saft“ (das ist u.a. deshalb gefährlich, weil hohe Temperaturen zur Verdampfung führen). Als Lösung empfiehlt Leuchtenberger die Installation eines induktiven Durchflussmessers IDM in der Druckleitung mit Abschaltpunkt für die Pumpe. „Die Top-Lösung ist ein IDM mit Mengenregelung durch einen Frequenzumrichter – das verzeiht auch Fehler bei der Auslegung von Pumpen.“ Das Anziehen von Packungen, bis diese absolut dicht sind, gilt ebenfalls als Fehler-Klassiker.

In der Großchemie beobachtet er, dass trotz der heute verfügbaren Überwachungsmöglichkeiten Pumpenschäden nicht zurückgehen. Das liege auch daran, dass intern Fachleute abgebaut werden. Und Maschinenbauer würden oft durch E-Techniker ersetzt. Sein Fazit: „Qualifiziertes Personal ist unabdingbar, sollen Pumpenschäden verringert werden!“ Ein Ausbildungsberuf zum „Pumpenschlosser“ sei dringend erforderlich.

Auch als Dienstleister ist Leuchtenberger davon überzeugt, dass jeder Betreiber intern Know-how vorhalten sollte. Doch bereits die Know-how-Übergabe von alt zu jung finde immer seltener statt. Eine Schwachstellenanalyse sei anzuraten, um „Profit-Killer zu identifizieren und zu beseitigen!“ Und nicht zuletzt ist Leuchtenberger überzeugt: „Hören – Sehen – Fühlen: Das ist noch immer wertvoller als eine App auf dem Smartphone!“

„Digitalisierung ohne Kundennutzen bringt nichts!“

Rainer Schmitz (Grundfos) sieht das vermutlich differenzierter, er berichtete über die Chancen der „intelligent connectivity“ moderner Pumpen. Seine Einschätzung: Pumpensysteme ohne Sensoren und ohne Kommunikationsmöglichkeiten werden rasch und deutlich an Marktrelevanz verlieren. Eine wichtige Aufgabe sieht er darin, die vielfältig generierten Daten gezielter als bislang zu verwerten: „Digitalisierung ohne Kundennutzen bringt nichts!“

Konsequenterweise sieht Schmitz die Cloud nicht allein als Speicherplatz, sondern auch als Analyse-Tool. Sein Team arbeitet derzeit an einer modularen Cloud-Lösung für OEM. Bei aller Euphorie bleibt Schmitz realistisch: Auch die digitale Welt werde nicht an einem einzigen Tag erschaffen. Praxisgerecht sei es, beim Thema Digitalisierung zuerst Leuchtturm-Projekte zu definieren und zu realisieren. Er rät, damit zügig zu starten. „Und vergessen Sie bei der Digitalisierung hergebrachte Management- und Entscheidungsstrukturen. Was der Kunde ins Lastenheft schreibt, kann schon nach sechs Monaten Makulatur sein!“ Da müsse man sehr flexibel bleiben.

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