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14. Pumpen-Forum 2016

Warum auch smarte Pumpen Planer und Bediener brauchen

| Autor/ Redakteur: Dipl.-Ing. Hans-Jürgen Bittermann / Jörg Kempf

„News to Use“: Fachmedien berichten bevorzugt über neue Produkte und deren Features – das ist sozusagen deren Kern-DNA. Die brandneue Pumpe wird auf dem jährlichen Pumpen-Forum der Fachzeitschrift Process ebenfalls präsentiert – primär geht es aber um die Erfahrungen mit bereits installierten Pumpen. Spannend sind stets Antworten auf die Frage: Warum fällt die Pumpe eigentlich aus?

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Impressionen von den Förderprozess-Foren 2016: volle Reihen, spannende Exponate und eine „sportliche“ Abendveranstaltung mit Tischkicker-Turnier
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( Bild: PROCESS )

Wer Pumpen betreibt, muss sich mit mancher Unschärfe abfinden: Bei Werkstoffen wird ein Abtrag von 0,1 mm pro Jahr als „chemisch beständig“ bezeichnet. Eine Gleit­ringdichtung ist mitnichten dicht, eine Leckage von einem Gramm in der Stunde ist normal. Wer auf die Idee kommt, eine Stopfbuchs­packung wirklich fest zu stopfen, muss schon bald mit dem Ausfall der Pumpe rechnen. Eine CIP/SIP-„geeignete“ Pumpe ist nach dem Reinigungslauf keineswegs „hygienisch sauber“. Und auch die „selbstansaugende“ Pumpe sollte in aller Regel mit Medium befüllt sein, bevor sie gestartet wird.

Das waren die Referenten des 14. Pumpen-Forums:

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Wie ein roter Faden zog sich die Forderung nach einem gut ausgebildeten Pumpen-Bediener durch die Vorträge und Diskussionen des Pumpen-Forums. Die Realität sieht aber offenbar anders aus – überall werde bei den Betreibern Pumpen-Personal eher heruntergefahren, hieß es. Das ist keine gute Entwicklung, erfordert doch bereits die Auswahl einer geeigneten Pumpe vertieftes Know-how, und das Fördermedium hat dabei ebenso wie die Förderumgebung höchste Priorität.

Prof. Dr.-Ing. Eberhard Schlücker (Lehrstuhl für Prozessmaschinen und Anlagentechnik, Universität Erlangen-Nürnberg, neuer Moderator des Pumpen-Forums) in seiner Eröffnung: „Je komplexer das Medium, desto schwieriger ist die Pumpenauswahl und deren Auslegung!“ Zudem sei zu beachten, in welchem System die Pumpe agieren müsse: „Passt das System nicht zum Fördergut, oder entstehen Wechselwirkungen, sind Schwierigkeiten zu erwarten!“

Andreas Eiletz (EagleBurgmann) beschrieb, dass auch die Gleitringdichtung ein System sein kann – wenn sie gekühlt oder auch beheizt wird, wenn Filter einzusetzen sind usw. Im Plenum kam die Frage auf, wer als Betreiber wohl den vom Hersteller ausgewiesenen „bestimmungsgemäßen Betrieb“ der GLRD kenne?

Impressionen von den Förderprozess-Foren 2016:

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Zu den schwierigen Fördergütern zählt Schlücker neben superkritischen Fluiden – sie können leicht verdampfen - auch abrasive oder empfindliche Suspensionen: Sie sedimentieren und verursachen Verschleiß oder sind schonend zu fördern. „Wer dabei noch die Lebensdauer der Pumpe und ihre sichere Funktion im Auge behalten muss, hat bei der Pumpenauswahl keine leichte Aufgabe.“ Denn die Problematik des inneren Leckstroms, Fragen der Schmierfähigkeit und die chemische Beständigkeit wie auch die Art der Viskosität beeinflussen neben der Eignung einer Pumpe auch deren Lebensdauer und Energieeffizienz.

Und schließlich erzeuge jede Pumpe eine gewisse Dynamik, die sich im System entwickeln und sehr schädlich auf die Pumpe zurückwirken kann („Alles schwingt, sobald Energie in einem System wirkt!“). Schlücker ist da in seiner Einschätzung sehr klar: Es gebe stets eine Verschleiß-Tieflage – sie werde aber nie zu null. Verschleiß kann also lediglich minimiert, niemals verhindert werden.

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