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Lineartechnik Wälzmutter als lineares Vorschubelement

| Redakteur: Stefanie Michel

Mit der Wälzmutter hat Uhing ein kraftschlüssiges lineares Vorschubelement entwickelt, das sich als Antriebselement im Bereich der Messmaschinen durchgesetzt hat, obwohl es über keine

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( Archiv: Vogel Business Media )

Mit der Wälzmutter hat Uhing ein kraftschlüssiges lineares Vorschubelement entwickelt, das sich als Antriebselement im Bereich der Messmaschinen durchgesetzt hat, obwohl es über keine eigene Genauigkeit verfügt. Die Wälzmutter ist mit drei oder vier Rollringen ausgestattet, die wechselseitig mit Federkräften gegen die Oberfläche einer glatten Welle gedrückt werden. Dabei stehen sie mit der Welle in kraftschlüssiger Verbindung. Durch Schrägstellung wälzen sich die Rollringe unter ihrem Steigungswinkel bei der Drehung der Welle auf deren Oberfläche ab, so dass eine Linearbewegung entsteht. Wälzmutter und Welle wirken dabei wie Mutter und Gewindespindel in einem Schraubentrieb.

Nebeneffekt: Die Federkraft, die für die Erzeugung des Kraftschlusses erforderlich ist, drückt jedes Spiel, das sich bei der Linearbewegung einstellt, automatisch gen Null. Die Wälzmutter reagiert infolgedessen ohne Verzögerung auf minimale Hin- und Herbewegung der Welle mit Links- oder Rechtslauf, da sie innerhalb des Systems keinerlei Spiel überwinden muss.

Der Vorschub pro Wellenumdrehung ist vom Außendurchmesser der Welle und vom Steigungswinkel der Rollringe abhängig. Daher schwankt die Steigung der Wälzmutter je nach Ist-Durchmesser der Welle. So ist Genauigkeit nicht möglich, weshalb die tatsächliche Position der Wälzmutter in den Messmaschinen durch einen präzisen Längenmaßstab überwacht werden muss.

Die Wälzmutter ist laut Hersteller sehr laufruhig, nahezu verschleißfrei und erfordert nur einen geringen Wartungsaufwand.

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