Windenergiebranche Wachsende Wertschöpfung in Deutschland dank Energiewende

Redakteur: M.A. Bernhard Richter

Onshore-Windkraft steht für 159.000 Arbeitsplätze und für 8,2 Mrd. Euro Investitionen. Damit wird die Windenergie in Deutschland immer mehr zu einem starken Pfeiler der deutschen Volkswirtschaft.

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(Bild: Fotolia)

Der Exportanteil deutscher Anlagenhersteller liegt bei 67 %. Betreiber und Dienstleister – vom Projektierer über den Windgutachter bis zum Wartungsunternehmer – sind international gefragte Fachleute. Der seit Jahren stabile und so berechenbare Ausbau der Windenergie im Heimatmarkt Deutschland ist dabei die entscheidende Voraussetzung für den Erfolg der Branche.

Heute produzieren 23.645 Windkraftanlagen in ganz Deutschland günstig sauberen Strom. Windenergie an Land hat als preiswerte Technologie auch künftig ein großes Potential und leistet einen wichtigen Beitrag für die regionale Wertschöpfung vor Ort. Im Auftrag des Bundesverbandes Wind Energie hat DIW Econ die Studie „Die ökonomische Bedeutung der Windenergiebranche (Windenergie an Land)“ erarbeitet.

Deutlich über 100.000 Arbeitsplätze benötigt

„Das Statistische Bundesamt kennt in seiner Wirtschaftszweigklassifikation die Windenergiebranche noch nicht. Die steigende Wertschöpfung aus diesem Bereich der deutschen Wirtschaft findet sich deshalb in den Statistiken beim Maschinenbau, der Elektrotechnik, den unternehmensnahen Dienstleistungen, aber auch im Bereich der verschiedenen Zulieferbranchen. DIW Econ hat nun herausgearbeitet, dass die Windenergiebranche für deutlich über 100.000 Arbeitsplätze, eine Investitionsnachfrage in Höhe von 8,2 Mrd. Euro und zusätzlich 1,2 Mrd. Euro an Nachfrage nach Betriebsleistungen steht“, fasste Michael Arnold von DIW Econ die Ergebnisse zusammen.

Geld fließt in die Regionen

„Unsere Branche hat sich zum Motor der Energiewende gemausert. Als preisgünstigste erneuerbare Energie leisten wir mit immer effizienteren und immer besser in das Netz zu integrierenden Anlagen einen wesentlichen Beitrag zum Umbau des Energiesystems. Durch die Vielzahl der Akteure und die dezentrale Stromerzeugung fließt die von uns erbrachte Wertschöpfung direkt in die Regionen. So profitierte die öffentliche Hand mit 3,39 Mrd. Euro jährlich durch Steuer- und Sozialversicherungseinnahmen allein bei der Herstellung von Windenergieanlagen an dieser Entwicklung. Die weiter wachsende Windbranche ordnet sich mit einem gesamten Wertschöpfungseffekt von 14,48 Mrd. Euro im Mittelfeld der Wertschöpfung der deutschen Wirtschaft ein und steht mit ihrer Exportstärke zudem für den Innovationsstandort Deutschland“, so Hermann Albers, Präsident des Bundesverbandes WindEnergie.

Energiewende als Chance für strukturschwache Regionen

„Dafür braucht unsere Branche stabile Rahmenbedingungen. Wir erwarten deshalb, dass der Gesetzgeber in Bund und Ländern den positiven Formulierungen zur Energiewende auch gesetzgeberische Taten folgen lässt. Ein rein restriktiv angelegtes EEG ist genauso wenig wie landesgesetzlich festgelegte pauschale Abstandsregelungen zur Wohnbebauung oder zu Straßen geeignet, den Herausforderungen der Energiewende gerecht zu werden. Die Reduktion auf eine einseitige Kostendebatte muss genauso beendet werden, wie die ungleiche Belastung von Industrie und Verbrauchern. Die Energiewende bietet die Chance, Wertschöpfung in die Regionen und den ländlichen Raum zurückzuholen. Diese Chance muss auch die Politik erkennen und unterstützen“, unterstrich Hermann Albers. (br)

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