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Safety

Von Schutztürlösungen und sicheren Robotern

| Redakteur: Jan Vollmuth

Unter dem Motto „Wir automatisieren. Sicher.“ präsentiert Pilz auf der Hannover Messe vom 23. bis 27. April 2018 Automatisierungslösungen für die Fabrik der Zukunft. Im Mittelpunkt des diesjährigen Messeauftritts steht dabei das Thema „modulares Schutztürsystem“.

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Pilz zeigt auf der Hannover Messe 2018 Automatisierungslösungen für die Schutztürzuhaltung, darunter sichere Schutztürsysteme und Sensoren.
Pilz zeigt auf der Hannover Messe 2018 Automatisierungslösungen für die Schutztürzuhaltung, darunter sichere Schutztürsysteme und Sensoren.
(Bild: Pilz GmbH & Co. KG)

Mit dem „modularen Schutztürsystem“ lassen sich laut Pilz individuelle Schutztürlösungen für die jeweilige Applikation erstellen. Dafür stehen unterschiedliche Komponenten zur Verfügung, die je nach Anforderung flexibel kombinierbar sein sollen. Im Mittelpunkt hierbei stehen die Schutztürsensoren Psenslock und Psenmlock.

Schutztürlösung mit neuer Variante

Die neue Variante des sicheren Schutztürsystems Psenmlock mit Reihenschaltung soll eine kostengünstige Installation dank reduziertem Verkabelungsaufwand ermöglichen. Eine Fluchtentriegelung ist nach Angaben des Herstellers in zwei Ausführungen als optionales Zubehör erhältlich.

Die Safety Device Diagnostics (SDD) für eine umfangreiche Diagnose komplettiert die Schutztürlösung. Mit SDD kann die Zuhaltung einzelner Sensoren in der Kette jetzt erstmals gezielt angesteuert werden, erklärt Pilz.

Im Lösungspaket enthalten ist die neue Taster-Unit Pitgatebox zur einfachen Bedienung und Ansteuerung von Schutztürsystemen. Mit ihr lassen sich Befehle wie Aktivieren, Stopp oder das Quittieren der Maschine oder Anlage steuern. Die vorkonfigurierten Varianten mit verschiedenen Kombinationen aus Drucktastern, Schlüsselschalter und Not-Halt-Taster sollen dabei maximale Flexibilität für individuelle Anwendungen bieten, heißt in der Pressemitteilung. Insbesondere in Verbindung mit den sicheren Schutztürsystemen Psenmlock und Psenslock würde die Pitgatebox eine individuelle und modulare Schutztürlösung aus einer Hand bilden.

Datenbrücke für vernetzte Fabrik

In Hannover stellt Pilz seine ganzheitliche Herangehensweise in punkto Safety & Security vor. Neu dabei: Die Hardware-Lösung Pilz Security-Bridge, die wie eine Firewall fungiert. Damit bietet Pilz für die konfigurierbaren Kleinsteuerungen Pnozmulti und das Automatisierungssystems PSS 4000 einen wirksamen Schutz vor netzwerkbasierten Angriffen sowie vor unautorisiertem Zugriff über das Netzwerk. Anwender würden neben der Security auch von einer höheren Verfügbarkeit der Anlage profitieren, da nur notwendige Daten (autorisierte Konfiguration und Prozessdaten) übertragen werden, so Pilz

Pilz stellt auf der Hannover Messe für die konfigurierbaren, sicheren Kleinsteuerungen Pnozmulti 2 zwei neue Module vor: Je eines für die sichere Überwachung von Pressenanwendungen sowie für die sichere Überwachung von Prozesswerten.

Für die sichere Überwachung mechanischer Pressen hat Pilz neu das zweipolige Halbleiterausgangsmodul Pnoz m EF 8DI2DOT mit auf dem Messestand. Ein besonderes Plus hierbei sei, dass sich ein eigenständiges Modulprogramm (mIQ) konfigurieren lasse, das lokal mit viel kürzeren Zykluszeiten auf dem Pressen-Modul ausgeführt werde. Dadurch seien sehr kurze Reaktionszeiten möglich.

Neues, sicheres Analogeingangsmodul

Daneben erweitert das neue, sichere Analogeingangsmodul Pnoz m EF 4AI die Produktfamilie der sicheren Kleinsteuerungen. Eine Weltneuheit hierbei: Erstmals erleichtern arithmetische Funktionen wie z.B. Mittelwertbildung, Differenzdruckberechnung bei der Konfiguration der analogen Werte den Einsatz. Dies ermöglicht eine eindeutigere Diagnose, erklärt Pilz. Das Modul dient der sicheren Überwachung von Prozesswerten und erfasst sowie überwacht beliebige Prozessvorgänge wie zum Beispiel Druck, Temperatur, Füllstand oder auch Seilgeschwindigkeit und -belastung sicher bis PL e bzw. SIL CL 3.

Neu im Antriebsportfolio des Automatisierungsanbieter aus Ostfildern ist der Energiespeicher PMC Energy SD. Sein Einsatz in Verbindung mit den Servoverstärkern PMC Protego D oder PMC Tendo DD5 von Pilz soll Energie sparen. Der Energiespeicher nimmt vorhandene Bremsenergie auf und speichert sie zwischen – ohne Rückwirkungen an das Netz. Da sich die Zwischenkreise der Servoverstärker einfach miteinander verbinden lassen, soll ein Energiespeicher pro Achsgruppe genügen. Auch stehen für die Energiespeicher PMC Energy SD zusätzlich Module zur Verfügung, mit denen das Speichervolumen einfach erweitert werden kann, teilt Pilz mit.

Roboter, die Menschen Gegenstände in die Hand geben und dennoch sicher sind – das galt bis vor kurzem noch als unmöglich. In Hannover zeigt Pilz nicht nur, wie sichere Mensch-Roboter-Kollaboration (MRK) funktioniert, sondern erklärt auch, welche Schritte auf dem Weg zur CE-Kennzeichnung von Roboterapplikationen zu beachten sind. Pilz stellt zudem in diesem Zusammenhang sein komplettes Dienstleistungsportfolio für MRK vor. (jv)

Hannover Messe 2018: Halle 9, Stand D 17

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