Motek 2017 Von lineartechnischen Systemeinheiten bis zum Hochleistungsgetriebe

ANT Antriebstechnik zeigt auf der Motek 2017 Beispiele für erfolgreich realisierte lineartechnische Systemeinheiten und präsentiert die neue Generation des mechanischen Hochleistungsgetriebes NG2.

Firmen zum Thema

Kundenspezifisch: Endmontage der Portal-Lineareinheiten von ANT in einer 17 Meter langen Fertigungslinie zur Montage von Wärmetauschern.
Kundenspezifisch: Endmontage der Portal-Lineareinheiten von ANT in einer 17 Meter langen Fertigungslinie zur Montage von Wärmetauschern.
(Bild: ANT)

Auf der diesjährigen Motek stellt ANT Antriebstechnik erstmals das weiterentwickelte Hochleistungsgetriebe NG2-KGT4040 vor, das sich mit bis zu 40 m/s2 beschleunigen lässt. „Dank seiner Untersetzung von 1,5:1 schafft unser neues NG2 diese Beschleunigung ohne Drehzahlerhöhung des Antriebs. Außerdem haben wir die Spindel neu ausgelegt, so dass das Schnellhubgetriebe nun eine dynamische Tragzahl von bis zu 71.500 N – statt zuvor 44.400 N – erreicht“, erklärt ANT-Fertigungsleiter Adam Szczecina. Mit dieser inzwischen Praxis erprobten Neuentwicklung will der Schweinfurter Hersteller den Automatisierern und Anlagenbauern ein technisches Highlight für die Realisierung hochdynamischer Positionier- und Handlingaufgaben bieten. Denn das neue Schnellhubgetriebe soll sich nicht nur für Einsatzfälle mit extremen Anforderungen an Dynamik, Belastbarkeit und Standzeit eignen, sondern zugleich auch eine wartungsarme Alternative zu servohydraulischen Systemen darstellen. Dem Unternehmen zufolge eignet es sich optimal für Prüfstände oder Montageanlagen, bei denen schwere Werkstücke in hochdynamischen Wechsellast-Prozessen schnell und mit hoher Genauigkeit bewegt werden müssen. Die NG-Schnellhubgetriebe stehen in drei Baugrößen mit jeweils zwei Spindeltypen zur Verfügung: Für Hubgeschwindigkeiten von bis zu 175 mm/s ausgelegt sind die Varianten mit Trapezgewindetrieben; für Hubgeschwindigkeiten von bis zu 1000 mm/s gibt es Ausführungen mit Kugelgewindetrieben.

Bildergalerie

Standardmodule mit kreativem Engineering kombinieren

Die Entwicklung eigener Produkte – wie der NG-Schnellhubgetriebe – ist eingebunden in die zweigleisige strategische Grundausrichtung von ANT. Zum einen entwickelt und liefert das Unternehmen eine große Auswahl an Standardkomponenten der mechanischen Antriebstechnik; zum anderen aber entstehen daraus in Schweinfurt auch Module und Aggregate, die die Basis bilden für kundenspezifische Sonderlösungen oder komplette Handlingsysteme – etwa für den Einsatz im Anlagenbau, im Sondermaschinenbau und in der Automobilindustrie.

Praxisbeispiele dazu gibt es auf der Motek zu sehen. Unter anderem zeigt ANT neue Lineareinheiten in vier Größen für Traglasten von bis zu 2,5 t. Da sich diese hochbelastbaren Einheiten zusammensetzen lassen, sollen sie auch den kostengünstigen Bau sehr langer Linearportalanlagen ermöglichen, die bisher nur als aufwändig geschweißte Stahlkonstruktionen denkbar waren. Für einen Hersteller von Wärmetauschern realisierte ANT auf diese Weise eine 17 Meter lange, vollautomatisierte Fertigungslinie. „Die horizontale Portaleinheit besteht komplett aus diesen großen Linearmodulen. Die kleineren vertikalen Linearachsen zur Montage der Einzelteile stammen aus dem ANT-Katalogprogramm und bilden die fünf Stationen der einzelnen Montagestufen – bis am Ende der Anlage die fertigen Wärmetauscher entladen werden“, erläutert Adam Szczecina. (sh)

Motek 2017: Halle 6, Stand 6305

(ID:44875554)