Sensor-Simulation Virtuelles Testen vereinfacht die Entwicklung von autonomen Fahrsystemen

Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Monika Zwettler

Das Betriebsverhalten unterschiedlicher Sensoren für die Wahrnehmung an Bord eines Fahrzeugs oder Flugzeugs virtuell testen – das ermöglicht die Software Pro-Sivic 2017 von ESI Group. Die neue Version der Sensor-Simulationsplattform fokussiert sich laut ESI auf Benutzerfreundlichkeit, Software-Ergonomie und Effizienz.

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Assistenzsysteme in Fahrzeugen virtuell in Las Vegas testen - dieser Showcase wurde auf der CES 2017 gezeigt.
Assistenzsysteme in Fahrzeugen virtuell in Las Vegas testen - dieser Showcase wurde auf der CES 2017 gezeigt.
(Bild: ESI)

ESI Group hat die Sensor-Simulationsplattform Pro-Sivic 2017 veröffentlicht. Die Software ermöglicht es Herstellern, das Betriebsverhalten unterschiedlicher Sensoren an Bord eines Fahrzeugs oder Flugzeugs virtuell zu testen und unterstützt so die Entwicklung von Fahrerassistenzsystemen, autonomen Fahrsystemen und intelligenten Lichtsystemen.

Software beschleunigt zeitaufwendige Aufgaben

Nach der Veröffentlichung neuer Physik-basierter Sensor-Modelle im letzten Jahr liege der Schwerpunkt der neuen Version von Pro-Sivic auf einer verbesserten Benutzerfreundlichkeit. Darüber hinaus beschleunigt ESI Pro-Sivic 2017 zeitaufwändige Aufgaben, wie etwa die Aufbereitung virtueller Simulationsszenarien und die Definition der Fahrzeugbewegung. Die aktuelle Version ermöglicht ebenso den Import externer Dynamikmodelle, so dass Ingenieure sie in Verbindung mit Pro-Sivic nutzen können und ein umständlicher Datentransfer und Kompatibilitätsprobleme entfallen.

Auf bisherigem Leistungsvermögen basierend, verbessert die aktuelle Version der Software Pro-SiVICTM 2017 Benutzerfreundlichkeit, Software-Ergonomie und Effizienz, um Anwendern zu helfen, die Konstruktion realistischer 3D-Umgebungen sowie virtuelle Tests ihrer Produkte zu beschleunigen.

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Showcase auf der CES 2017

Auf der Consumer Electronics Show (CES) in Las Vegas stellte ESI im Januar zusammen mit dem führenden Automobil-Zulieferer DURA eine innovative Möglichkeit vor, automobile Systeme virtuell mit Pro-Sivic zu testen. Gemeinsam entwickelten die beiden Unternehmen ein realistisches 3D-Simulationsumfeld – welches einen Teil von Las Vegas, inklusive Straßenführung, Straßenschildern und Fußgängern, zeigt – und führten virtuelle Tests von Fahrerassistenz- und autonomen Fahrsystemen durch. Die Anwendung zeigt die Fähigkeit von Pro-Sivic, die Entwicklung von sichereren automobilen Systemen zu unterstützen und umfangreiche Tests zur Bewertung der Zuverlässigkeit virtuell durchzuführen. So können nicht nur Tausende von Stunden für reale Fahrtests eingespart werden, sondern Entwickler, Hersteller von automobilen Systemen und OEMs werden in die Lage versetzt, das Verhalten ihrer Produkte im realen Leben besser zu verstehen, wodurch die Umsetzung größerer Innovationen in kürzerer Zeit ermöglicht wird.

Um die Vorbereitung virtueller Szenarien zu vereinfachen – einer der zeitaufwendigsten Schritte des virtuellen Testprozesses – fokussierte sich das Pro-Sivic Entwicklungsteam darauf, eine höhere Interoperabilität mit anderen Lösungen zu ermöglichen. So unterstützt das neue Import-Modul beispielsweise den Import von OpenDrive-Dateien, einem Open Source-Format, das in der Industrie häufig zur Beschreibung virtueller Szenarien genutzt wird.

Neue intuitive Funktionen

Eine weitere zeitaufwendige Aufgabe, die Vorbereitung virtueller Szenarien, wurde dank neuer Funktionen zur Definition der Fahrzeugbewegung noch einfacher und intuitiver gestaltet. Diese basieren auf Fahrzyklen, die direkt von einem Desktop-kompatiblen Lenkrad aufgezeichnet werden können.

Letztlich ermöglicht Pro-SiVICTM 2017 nun den Import externer Fahrzeugdynamik-Modelle. Dies bedeutet, dass Anwender (insbesondere OEMs) nun vollständig validierte Fahrzeugmodelle für die Durchführung virtueller Tests mit Pro-Sivic nutzen können. (mz)

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