3D-Druck Virtual Engineering und additive Fertigung kombinieren

Redakteur: Dipl.-Ing. Dorothee Quitter

Hexagon und Stratasys gehen eine Partnerschaft im 3D-Druck von Kunststoffkomponenten für die Luft- und Raumfahrtbranche ein. Die Anwendung der Materialmodellierungssoftware Digimat soll die Markteinführungszeit erheblich verkürzen.

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Durch die Kombination von Virtual Engineering und Fertigung kann der zwei- bis dreijährige Konstruktions- und Testaufwand für ein Bauteil auf sechs bis neun Monate verkürzt werden.
Durch die Kombination von Virtual Engineering und Fertigung kann der zwei- bis dreijährige Konstruktions- und Testaufwand für ein Bauteil auf sechs bis neun Monate verkürzt werden.
(Bild: Hexagon)

Airbus nutzt seit 2014 die FDM-Technologie von Stratasys zur Teilefertigung. Aus dem zertifizierten 3D-Druck-Material Ultem 9085 werden Halterungen, Teile für Kabelführungen, Abdeckungen und Leitungskomponenten produziert. Die Firma Diehl Aviation nutzt das Material und die Technologie für die Herstellung von Vorhängen, die die Kabinenklassen des Airbus A350 trennen.

Nun können diese Unternehmen und andere Anwender des 3D-Druck-Materials Ultem 9085 im Rahmen der neuen Partnerschaft Hexagons Materialmodellierungssoftware Digimat für die Leistungsprognose der gedruckten Teile nutzen. Die Materialmodellierungssoftware gibt Ingenieuren ein validiertes Werkzeug an die Hand, mit dem sie prüfen können, wie sich dieses Material mechanisch in einem Produktdesign verhält, wenn es mit zwei kompatiblen Druckern gedruckt wird.

Prozesssimulation hilft Bauteilfehler zu vermeiden

Nach Angaben von Hexagon können Ingenieure mit Digimat das Verhalten der Bauteile, die auf zugelassenen Stratasys-Druckern mit Ultem 9085 gefertigt werden, vorhersagen. Ermöglicht werde dies durch ein hochpräzises virtuelles Materialmodell, das auf der Basis physikalischer Tests von den beiden Unternehmen gemeinsam entwickelt wurde und das detaillierte Informationen über die innere Mikrostruktur des Materials enthält. Die Prozesssimulationsfunktionen der Software unterstützen Hersteller dabei, Fehler wie das Verziehen eines Bauteils zu vermeiden, heißt es. Außerdem sollen so Druckzeit und Materialkosten für die proprietären Druckerwerkzeugwege dieser Maschinen für optimale Ergebnisse geprüft werden können.

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