Drehgeber Vielseitige Kombinationsmöglichkeiten bei hoher Robustheit

Redakteur: Jan Vollmuth

Vielfältige Ausgangssignale und Bauformen, zahlreiche Kombinationsmöglichkeiten und eine hohe Zuverlässigkeit – das zeichnet die Absolutwert-Drehgeber der Baureihen 40 und 60 von Johannes Hübner Giessen aus.

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Die Absolutwert-Drehgeber Baureihen 40 und 60.
Die Absolutwert-Drehgeber Baureihen 40 und 60.
(Bild: Johannes Hübner Giessen)

Die Baureihe 40 bietet Gerätevarianten mit 11 bzw. 14 mm Vollwelle sowie Hohlwellen bis 20 mm Durchmesser. Die größere Baureihe 60 umfasst Hohlwellen bis 50 mm. Für Anwendungen mit speziellen Anforderungen an die Signalvielfalt sind Gerätevarianten mit mehreren Ausgangssignalen aus zwei Klemmkästen eine interessante Alternative gegenüber Standardbauformen mit nur einem Klemmkasten.

Mehrere Ausgangssignale aus einem Gerät

Neben verschiedenen Bus-Schnittstellen wie Profibus, Profinet, DeviceNet oder EtherCAT stehen mit SSI, Parallel, 4 bis 20 mA, 0 bis 10 V sowie Inkremental weitere Ausgangssignale zur Verfügung. Thomas Brandenburger, Leiter der Abteilung Produktmanagement, erläutert: „Bisher musste der Kunde, wenn er zwei Signale benötigte, zwei Geräte hintereinander in seiner Anlage einbauen. Die Nachteile: eine längere Anbausituation, eine zusätzliche Kupplung sowie ein größerer Platzbedarf. Ein kompaktes Gerät mit zwei Klemmkästen dagegen ermöglicht mehrere Ausgangssignale aus einem Gerät.“

Gefragt ist dies zum Beispiel bei Modernisierungsprojekten, bei denen zwei Signale für zwei verschiedene Steuerungen bzw. Automatisierungslevel benötigt werden. Da der Drehgeber das gleiche Signal zweimal zur Verfügung stellt, spart sich der Kunde eine Schnittstelle zwischen Steuerung 1 und Steuerung 2. Die Drehgeber sind intern mit zwei voneinander unabhängigen Abtastungen, Elektroniken und Multiturn-Getrieben maximal redundant aufgebaut. Durch die bewährten mechanischen Multiturn-Getriebe sind sie unabhängig von jeglicher Spannungsversorgung.

Schnelle Regelungsvorgänge

Bei der Kombination eines Absolutwert-Ausgangs mit einem zusätzlichen Inkremental-Signal können die Vorteile beider Signaltypen genutzt werden. Der Absolutwert stellt die exakte Position jederzeit und ohne Referenzfahrt bzw. Impulszähler zur Verfügung. Die Flankenauswertung des Inkremental- Signals ist quasi in Echtzeit und ohne vorherige Bus-Abfrage verfügbar und ermöglicht daher schnelle Regelungsvorgänge, wie sie z. B. bei hochdynamischen Antrieben notwendig sind.

Die Kombinationsmöglichkeiten der verschiedenen Schnittstellen sind vielfältig. Prinzipiell lassen sich alle verfügbaren Ausgangssignale wie Profibus, Profinet, DeviceNet, EtherCAT, SSI, Parallel-, Strom-, Spannungs- und Inkrementalausgang miteinander kombinieren. (jv)

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