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Offshore-Windkraftanlage

Unterwasser-Beutel speichern Windenergie

| Redakteur: Juliana Schulze

Forscher an der University of Nottingham haben ein System entwickelt, das die Offshore-Windenergie über „Energy Bags“ speichert und dadurch noch attraktiver machen soll.

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Seamus Garvey, Professor an der Fakultät für Ingenieurswissenschaften der University of Nottingham hat die Energy Bags mit entwickelt. Bild: test-tube.org.uk
Seamus Garvey, Professor an der Fakultät für Ingenieurswissenschaften der University of Nottingham hat die Energy Bags mit entwickelt. Bild: test-tube.org.uk
( Archiv: Vogel Business Media )

Bei diesem System füllen riesige Windturbinen diese Unterwasser-Beutel mit Druckluft, die dann bei Bedarf Generatoren antreiben. Die Technologie ist besonders für Länder mit relativ tiefen küstennahen Gewässern geeignet.

Energy Bags für tiefe küstennahe Gewässer

Für internationale Strommärkte wäre das mehr als ausreichend. „Allein Portugal könnte mit Leichtigkeit ausreichend Energie für ganz Europa mit einem Bruchteil des Meeresbodens vor seiner Küste speichern“, meint Seamus Garvey, Professor an der Fakultät für Ingenieurswissenschaften der University of Nottingham.

Druckluftgeneratoren erzeugen Strom

Die Idee bei Garveys System ist, mit extrem großen Windturbinen mit Durchmessern von 230 Metern und mehr Luft in die unter Wasser verankerten Energy Bags zu pumpen. Damit können bei Bedarf Druckluftgeneratoren betrieben werden, um Strom zu erzeugen. Sinnvoll wäre Garvey zufolge, wenn sich die Beutel in etwa 500 Metern Tiefe befinden. Denn die Luft wird mit einem Druck gespeichert, der dem äußeren Wasserdruck entspricht, in diesem Fall also 50 bar. Erst dadurch wird das System wirklich attraktiv.

„50 Meter Tiefe würden nur fünf bar bedeuten, was aufgrund der geringen Energiedichte ökonomisch nicht sinnvoll wäre“, erklärt Garvey. Energy Bags in Tiefen von mehr als 700 Metern wiederum seien aus Gründen der Wärmeentwicklung nicht optimal. Mit Beutel in einigen hundert Metern Tiefe aber könnte seiner Ansicht nach Windenergie sehr kosteneffizient gespeichert werden, um unter 10.000 Pfund pro Megawattstunde. Das sei weniger als ein Fünftel der Kosten, die anfallen, wenn Wasser für Speicherkraftwerke gepumpt wird.

Energy Bags für britische Offshore-Anlagen

Die Technologie ist aufgrund der erforderlichen Tiefe für die Energy Bags für Länder wie Großbritannien besonders interessant. Entsprechend hoch schätzt Garvey das Potenzial in seiner Heimat ein. „Ich erwarte, dass bis 2025 wenigstens ein Viertel der britischen Offshore-Windenergieanlagen diesen integrierten Druckluft-Ansatz nutzen“, meint der Ingenieur.

Doch auch „die gesamte US-Ostküste, die Atlantikküsten Irlands, Frankreich und Polens und weite Teile des Mittelmeers“ wären ideal für den Einsatz der Technologie geeignet, so Garvey. Bereits jetzt laufen Test mit Maßstabmodellen der Wind-Beutel. Weitere Tests in Meerwasser mit finanzieller Unterstützung von E.ON International Research sollen dazu führen, dass bis Mai 2011 eine für die Anwendung bereite Energiespeicherlösung entsteht.

Quelle: pressetext.austria

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