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Preis deutscher Maschinenbau

Unternehmerin Renate Pilz für ihr Lebenswerk ausgezeichnet

| Redakteur: Katharina Juschkat

Als erste Frau erhält Renate Pilz den „Preis deutscher Maschinenbau“ für ihr Lebenswerk. Vor allem die werteorientierte Unternehmenskultur von Pilz unterstrich die Jury.

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Die Auszeichnung wurde ihr am Dienstag, 16. Oktober anlässlich des 10. Maschinenbau-Gipfels in Berlin verliehen.
Die Auszeichnung wurde ihr am Dienstag, 16. Oktober anlässlich des 10. Maschinenbau-Gipfels in Berlin verliehen.
(Bild: Pilz)

Die Unternehmerin Renate Pilz erhält für ihr Lebenswerk den „Preis deutscher Maschinenbau“ 2018. Besonders ehrenswert ist laut Fachjury die konsequent werteorientierte Unternehmenskultur der Pilz GmbH & Co. KG. Renate Pilz ist die erste Frau, die diesen Preis erhält.

Der Weg zum weltweit führenden Unternehmen

Renate Pilz hatte das Automatisierungsunternehmen mit Sitz in Ostfildern nach dem Tod ihres Mannes Peter Pilz im Jahr 1975 mit dessen technologischer Vision weitergeführt. Die damalige Hausfrau engagierte ein externes Management für das damals 200 Mitarbeiter beschäftigende Unternehmen. Parallel arbeitete sie sich immer tiefer in die Materie ein. Die Unternehmerin erzählt: „Es ist für mich wunderbar, wie man etwas lernen kann, wenn man es wirklich will – und wie einem das Freude bereitet.“

1994 übernahm Renate Pilz dann selbst die Geschäftsführung und trieb die internationale Expansion voran. Mit Lösungen für die sichere Automatisierungstechnik machte sie Pilz zu einem weltweit führenden Unternehmen, das im Bereich der Sicherheitsschaltgeräte zum Weltmarktführer avancierte.

Forschung und Entwicklung als wichtiges Standbein

Heute verfügt das Unternehmen über 42 Tochtergesellschaften. Mit rund 2.400 Mitarbeitern erwirtschaftete es im vergangenen Jahr einen Umsatz von 338 Millionen Euro. Ende 2017 übergab Renate Pilz die Geschäftsführung an ihre Kinder Susanne Kunschert und Thomas Pilz.

Renate Pilz prägte mit ihren humanistisch-christlichen Wertvorstellungen die Unternehmenskultur. Neben dem respektvollen Umgang miteinander stand das Vorantreiben von Innovationen für sie stets im Mittelpunkt. So fließen kontinuierlich 20 Prozent des Umsatzes in Forschung und Entwicklung. Das führte auch dazu, dass Pilz zu den Vorreitern bei der digitalen Transformation gehört. „Sie haben ein extrem wandelbares Unternehmen geschaffen“, sagte Claus Wilk, Chefredakteur der Produktion in seiner Laudatio. „Manche sagen, Industrie 4.0 habe es bei Ihnen schon gegeben, bevor der Begriff überhaupt geprägt wurde“, sagte Claus Wilk, Chefredakteur der Produktion in seiner Laudatio.

Der Preis deutscher Maschinenbau wird einmal im Jahr im Rahmen des Maschinenbaugipfels in Berlin von der Fachzeitung Produktion an eine von einer Fachjury ausgewählte Unternehmerpersönlichkeit vergeben. Er hat den Anspruch, nicht einzelne Leistungen, sondern ein Lebenswerk zu ehren.

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