Studie

Unternehmensgewinne ziehen dank Künstlicher Intelligenz kräftig an

| Redakteur: Monika Zwettler

Bis 2035 prognostiziert eine aktuelle Studie Steigerungen der Unternehmenserträge von durchschnittlich 38 % bei erfolgreichem Einsatz von Künstlicher Intelligenz.
Bis 2035 prognostiziert eine aktuelle Studie Steigerungen der Unternehmenserträge von durchschnittlich 38 % bei erfolgreichem Einsatz von Künstlicher Intelligenz. (Bild: gemeinfrei / CC0)

Künstliche Intelligenz beflügelt Unternehmenserträge: Steigerungen der Unternehmensgewinne um durchschnittlich 38 % bis 2035 sind laut einer neuen Studie des Beratungsunternehmens Accenture bei erfolgreichem Einsatz von Künstlicher Intelligenz möglich.

Die IT- und Kommunikationsbranche, die produzierende Industrie und der Finanzdienstleistungssektor könnten im Vergleich aller untersuchten Branchen am stärksten von Künstlicher Intelligenz (KI) profitieren. Laut Studie hat ihre Bruttowertschöpfung bis 2035 ein Wachstumspotenzial von 4,8 % respektive 4,4 % und 4,3 % pro Jahr. Somit könnten allein diese drei Wirtschaftsbereiche im genannten Zeitraum eine zusätzliche Bruttowertschöpfung von insgesamt 5,38 Billionen Euro erzielen. Selbst in beschäftigungsintensiven Branchen wie dem Bildungswesen oder dem sozialen Dienstleistungsbereich, in denen der Produktivitätszuwachs traditionell gering ist, ließen sich bis 2035 durch den Einsatz von KI-Technologien ergänzend 98 Milliarden Euro beziehungsweise 194 Milliarden Euro erwirtschaften.

„Künstliche Intelligenz wird die Spielregeln des Wettbewerbs neu definieren. Diese noch neue Variable in der Produktion kann sich äußerst positiv auf die Ertragslage von Unternehmen auswirken”, so Matthias Ziegler, Leiter Emerging Technology & Innovation bei Accenture Deutschland, Österreich, Schweiz. „Um diese riesige Wachstumschance zu nutzen, sollten Unternehmen jetzt handeln und Strategien für Künstliche Intelligenz entwickeln, bei denen die Befähigung des Menschen im Mittelpunkt steht.“

ABB und IBM entwickeln Lösungen mit künstlicher Intelligenz

Kooperation

ABB und IBM entwickeln Lösungen mit künstlicher Intelligenz

15.05.17 - Die Unternehmen ABB Ability und IBM Watson haben eine Partnerschaft geschlossen, um gemeinsam Lösungen zu entwickeln. Erste Entwicklungen sind aus dem Bereich künstliche Intelligenz und maschinelles Lernen. lesen

Autonomer Bagger kann Gefahrenstoffe bergen

Autonome Fahrzeuge

Autonomer Bagger kann Gefahrenstoffe bergen

22.03.17 - Auf der diesjährigen Cebit zeigt das Fraunhofer IOSB den autonomen Bagger Bob, der für den Menschen gefährliche Aufgaben wie die Bergung von Gefahrenstoffen übernehmen soll. Außerdem kann er Einsatzkräften einen präzisen Lageüberblick bei Katastrophen verschaffen. lesen

Effizienzsteigerung in der Produktion

Die gezielte Analyse zukünftiger Unternehmenserträge nach Branchen zeigt die vielfältigen Einsatzgebiete Künstlicher Intelligenz auf: In beschäftigungsintensiven Bereichen wie dem Groß- und Einzelhandel ergänzt KI die Mitarbeiter in ihren Fähigkeiten. Allein durch effizienteren Einsatz der Belegschaft könnten die Gewinne hier um fast 60 % steigen. Dafür braucht es ständige Weiterqualifizierung am Arbeitsplatz, etwa durch den Aufbau von Kompetenzen im Umgang mit intelligenten Maschinen.

Erhebliche Effizienzsteigerungen sind auch in kapitalintensiven Sektoren wie der Produktion möglich: Dank vorausschauender Wartung von Maschinen und besserer Anlagenauslastung durch KI könnten entsprechende Gewinne bis 2035 um 39 % steigen, so die Prognose.

Vorteile für Unternehmen aller Branchen

„In den kommenden Jahrzehnten wird Künstliche Intelligenz einen immer höheren Reifegrad erlangen. Der gesamtwirtschaftliche Blick auf diese Entwicklung zeigt, dass sich Unternehmen aller Branchen erhebliche Vorteile durch die Nutzung der Technologie bieten”, sagt Jürgen Pinkl, Geschäftsführer des Bereichs Technology bei Accenture. „Ob durch Prozessoptimierung mit Hilfe intelligenter Automatisierung, Erweiterung menschlicher Fähigkeiten und physischer Produktionsmittel oder als Treiber von Innovation: Künstliche Intelligenz wird Profitabilität und Wirtschaftswachstum nachhaltig beeinflussen.” (mz)

Ergänzendes zum Thema
 
Über die Studie

Kommentare werden geladen....

Kommentar zu diesem Artikel abgeben

Der Kommentar wird durch einen Redakteur geprüft und in Kürze freigeschaltet.

Anonym mitdiskutieren oder einloggen Anmelden

Avatar
Zur Wahrung unserer Interessen speichern wir zusätzlich zu den o.g. Informationen die IP-Adresse. Dies dient ausschließlich dem Zweck, dass Sie als Urheber des Kommentars identifiziert werden können. Rechtliche Grundlage ist die Wahrung berechtigter Interessen gem. Art 6 Abs 1 lit. f) DSGVO.
  1. Avatar
    Avatar
    Bearbeitet von am
    Bearbeitet von am
    1. Avatar
      Avatar
      Bearbeitet von am
      Bearbeitet von am

Kommentare werden geladen....

Kommentar melden

Melden Sie diesen Kommentar, wenn dieser nicht den Richtlinien entspricht.

Kommentar Freigeben

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

Freigabe entfernen

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

copyright

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 44808289 / Management)