Suchen

Wälzlager Umsatz von Schaeffler steigt auf über 13 Milliarden Euro

| Redakteur: Katharina Juschkat

Der Automobil- und Industriezulieferer Schaeffler konnte im Geschäftsjahr 2015 seinen Umsatz um 9,1 % auf 13,2 Milliarden Euro steigern. Das gab Schaeffler auf der Bilanzpressekonferenz Mitte März 2016 bekannt.

Firmen zum Thema

Schaeffler blickt positiv auf das vergangene Jahr, das mit guten Zahlen zu Ende ging. „Auch im Jahr 2016 wollen wir weiter wachsen. Mit unserem Strategiekonzept 'Mobilität für morgen' sind wir dazu gut aufgestellt“, so der Vorstandsvorsitzende Klaus Rosenfeld (Mitte).
Schaeffler blickt positiv auf das vergangene Jahr, das mit guten Zahlen zu Ende ging. „Auch im Jahr 2016 wollen wir weiter wachsen. Mit unserem Strategiekonzept 'Mobilität für morgen' sind wir dazu gut aufgestellt“, so der Vorstandsvorsitzende Klaus Rosenfeld (Mitte).
(Bild: Schaeffler)

„Trotz des herausfordernden Umfelds konnten wir unseren Umsatz steigern“, sagte der Vorstandsvorsitzende Klaus Rosenfeld. „Auch im Jahr 2016 wollen wir weiter wachsen. Mit unserem Strategiekonzept 'Mobilität für morgen' sind wir dazu gut aufgestellt.“

Mit einem Umsatzwachstum von 11,2 % im Vergleich zum Vorjahr übertraf die Sparte Automotive das Wachstum der weltweiten Produktionsstückzahlen für Pkw und leichte Nutzfahrzeuge um 1 %. Dabei profitierte das Erstausrüstungsgeschäft von der Nachfrage nach Produkten von Schaeffler in den USA und dem starken Wachstum in China. Im zweiten Halbjahr verzeichnete die Nachfrage in der Region Asien/Pazifik eine steigende Dynamik.

Starkes Wachstum in Großchina, schwaches Wachstum in Europa

Das Industriegeschäft legte im Geschäftsjahr 2015 um 3 % zu. Insbesondere die Branchen Windkraft und Motorräder trugen laut Unternehmen zum Wachstum bei. Die Neuausrichtung der Sparte Industrie mit dem Programm „Core“ schreitet wie geplant voran. Ziel der Neuausrichtung ist es, die Effizienz und Wettbewerbsfähigkeit im Industriegeschäft zu verbessern. Bis zum Jahr 2018 soll eine Ebit-Marge von 13 % erreicht werden.

In allen Regionen verzeichnete das Unternehmen im vergangenen Geschäftsjahr ein Umsatzplus, wobei sich Währungseffekte positiv auswirkten. Das Wachstum fiel in den einzelnen Regionen unterschiedlich aus: So konnte Schaeffler das höchste Umsatzwachstum in der Region Großchina erreichen mit einer Steigerung von 23,5 % gegenüber dem Vorjahr, gefolgt von der Region Nord- und Südamerika, in der der Umsatz um 17,5 % zunahm. In der Region Europa verzeichnete das Unternehmen mit 2,1 % den schwächsten Wachstum.

Mehr als 1 Milliarde Euro investiert

Das Ergebnis vor Steuern und Zinsen erhöhte sich vor Sondereffekten um 115 Millionen Euro auf 1676 Millionen Euro. Auf dieser Basis betrug die Ebit-Marge 12,7 %. Unter Berücksichtigung der Sondereffekte – Vorsorge für Rechtsrisiken sowie Restrukturierungsrückstellungen – lag das Ebit bei 1402 Millionen Euro und damit die Ebit-Marge bei 10,6 %.

Insgesamt hat Schaeffler laut eigenen Angaben seine Investitionen gesteigert. Im Berichtsjahr wurden 1025 Millionen Euro in neue Produkte und Technologien sowie in die Erweiterung des globalen Produktionsnetzwerkes investiert – was einem Anstieg von rund 20 % gegenüber dem Vorjahr entspricht.

Die Investitionen des Geschäftsjahres 2015 betrafen neben dem Aufbau und der Weiterentwicklung neuer Produktionsstandorte wie z. B. in Chonburi, Thailand oder in Puebla, Mexiko, auch Aufwendungen im Rahmen des Projekts Europäisches Distributionszentrum.

Die Mitarbeiterzahl betrug stieg um rund 2 % auf 84.198 zum 31. Dezember, davon waren zum Stichtag in Deutschland insgesamt rund 30.800 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt. Weltweit beschäftigte das Unternehmen rund 2900 Auszubildende, womit sich die Zahl der Auszubildenden damit um rund 6 % im Vergleich zum Vorjahr erhöht.

Schaeffler erwartet erneutes Wachstum im Jahr 2016

„Auch wenn das Umfeld weiter herausfordernd bleibt, sehen wir für unser Geschäft gute Wachstumschancen,“ sagte Klaus Rosenfeld. „Mit unserer Technologiekompetenz und dem umfassenden Systemverständnis ist die Schaeffler Gruppe sowohl im Automotive- als auch im Industriegeschäft ein geschätzter Entwicklungspartner. Diese Stärke wollen wir weiter ausbauen.“

Mit dem Börsengang vom Oktober 2015 will das Unternehmen auch in den nächsten Jahren weiter wachsen. Die Emissionserlöse haben dazu beigetragen, die Eigenkapitalquote zu verbessern und den Verschuldungsgrad zu verringern. Die Netto-Finanzschulden sanken zum Stichtag auf 4889 Millionen Euro.

Für das Jahr 2016 rechnet Schaeffler mit einem währungsbereinigten Umsatzwachstum in Höhe von 3 bis 5 %. Der Konzern erwartet, dass die Sparte Automotive auch im Jahr 2016 stärker wachsen wird. In der Sparte Industrie weisen die verhaltene Entwicklung der Auftragseingänge im vierten Quartal 2015 auf stagnierende bis leicht rückläufige Umsätze im Jahr 2016 hin.

Auf dieser Basis geht das Unternehmen im Geschäftsjahr 2016 davon aus, eine Ebit-Marge vor Sondereffekten in Höhe von 12 bis 13 % zu erzielen. Für das Jahr 2016 erwartet Schaeffler einen Free Cash Flow von rund 600 Millionen Euro. (kj)

(ID:43938337)