Suchen

Anschlusstechnik Umsatz von Phoenix Contact kratzt an der Zwei-Milliarden-Euro-Marke

| Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Reinhold Schäfer

Roland Bent, CTO der Phoenix Contact GmbH & Co KG sagte anlässlich der Messe SPS IPC Drives 2016, dass der Umsatz seines Unternehmen zwar in den lokalen Märkten bis zum Jahresende voraussichtlich um 4,5 % steigen werde, doch Währungseffekte nur ein Umsatzwachstum von 2,5 % ermöglichen: „Die Zielmarke von 2 Mrd. Euro haben wir mit einem voraussichtlichen Umsatz von 1,96 Mrd. Euro leicht verfehlt.“

Firmen zum Thema

Roland Bent, CTO bei Phoenix Contact: „Die Zielmarke von 2 Mrd. Euro haben wir mit einem voraussichtlichen Umsatz von 1,96 Mrd. Euro leicht verfehlt.“
Roland Bent, CTO bei Phoenix Contact: „Die Zielmarke von 2 Mrd. Euro haben wir mit einem voraussichtlichen Umsatz von 1,96 Mrd. Euro leicht verfehlt.“
(Bild: Reinhold Schäfer)

Gutes Wachstum in Europa

Das USA-Geschäft weise, bereinigt um große Projekteffekte, ein leichtes Wachstum auf, während der chinesische Markt 2016 laut Bent ungefähr auf Vorjahresniveau liegt, in Euro jedoch zurückgegangen sei. Der europäische Markt zeige dagegen weiter ein gutes Wachstum für die gesamte Branche. Wesentlicher Wachstumstreiber sei Deutschland mit rund 4 % und Europa mit gut 5 %. Trotz dieser laut Bent indifferenten Marktsituation seien wichtige Investitionen getätigt worden: 7 % des Umsatzes wurden in den Ausbau der Unternehmensstrukturen und in das Produktportfolio gesteckt. Die Ausgaben für Forschung und Entwicklung lagen bei 6 % des weltweiten Umsatzes. Die weltweite Mitarbeiterzahl ist 2016 um 500 auf über 15.000 Personen gestiegen.

Strategieprogramm 2023

Gemäß dem Strategieprogramm 2023 (dann wird das Unternehmen 100 Jahre alt) wurde bereits zum Juli 2016 das Kerngeschäft der Gruppe in drei Business-Areas strukturiert, führt Bent weiter aus. Diese Business Areas greifen die vor fünf Jahren begonnene Ausrichtung des Geschäfts auf die drei Marktsegmente „Device Connectors“, „Industrial Components and Electronics“ und „Control- and Industry Solutions“ auf. Als konsequenter Schritt der Agenda in Richtung einer höheren Marktnähe werde jetzt die vorhandene Trennung zwischen den Divisionen und der Vertriebsorganisation aufgehoben.

Drei Business Areas

Die Business Areas besitzen damit die komplette Verantwortung für die Entwicklung, die Produktion und den Vertrieb ihres Produkt- und Lösungsprogramms bis zum Kunden. In den internationalen Vertriebsgesellschaften werden drei Vertriebsgruppen, die jetzt direkt durch die Business Areas gesteuert werden, immer noch durch eine lokale Geschäftsführung geklammert. Synergieeffekte bleiben so, bei gleichzeitigem Fokus auf die jeweiligen Kundenanforderungen in den Marktsegmenten, erhalten, führt Bent weiter aus.

Im Zuge der Umstrukturierung sei die Division „Control- and Industry Solutions“ zusammen mit dem Geschäftsbereich „I/O and Network“ in der Business Area Industry Management and Automation (IMA) zusammengeführt worden. Damit repräsentiere diese Business Area jetzt das Kernprogramm der Automatisierungstechnik, von der Steuerungstechnik mit PLC, HMI und IPC über die industrielle Kommunikationstechnik mit Netzwerkinfrastruktur, I/O-Systems und Wireless-Anwendungen bis zur funktionalen Sicherheit und der Cyber Security. Der strategische Ansatz der fokussierten Entwicklung von kompletten Industrielösungen werde fortgesetzt und um ein breit aufgestelltes Industriemanagement erweitert.

Dieses Industriemanagement ist laut Bent in den vier vertikalen Märkten aktiv: Prozessindustrie, Energie, Fabrikautomation und Infrastruktur. Dabei werden die folgenden Zielindustrien abgedeckt: Power Generation, Power Transportation and Distribution, Wind / Solar Power, Building

Infrastructure, Water/Wastewater, Oil and Gas, Chemical and Pharmaceutical, Marine and Offshore, Machine Building, Plant Engineering / Automotive.

Für 2017 sieht Bent „trotz aktuell fehlender deutlicher Indikatoren gute Wachstumsmöglichkeiten im mittleren bis oberen einstelligen Bereich“.

(ID:44409971)