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Windsensoren

Ultraschall-Windsensoren für das maritime Messnetz des DWD

| Redakteur: Jan Vollmuth

Bei einer Ausschreibung zur Erneuerung sowie Erweiterung von Ultraschall-Windsensoren im maritimen Messnetz des Deutschen Wetterdienstes fiel die Wahl auf den Ultraschall-Windsensor Ventus des Fellbacher Herstellers für Umweltmesstechnik.

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(Bild: G. Lufft GmbH)

Der DWD, größter Wetterdienst Deutschlands, gilt in der Meteorologie als große Referenz mit höchsten Ansprüchen. Die Behörde betreibt das größte nationale Messnetz in Deutschland. Es besteht aus hauptamtlichen und nebenamtlichen sowie maritimen Anlagen, die regelmäßig präzise Wetterdaten liefern.

Altgeräte-Austausch sowie Erweiterung

In der kürzlich veröffentlichten Ausschreibung forderte der DWD neue Windsensoren zum Altgeräte-Austausch sowie zur Erweiterung des bestehenden Messnetzes im maritimen Einsatz. Das maritime Messnetz umfasst Wetterstationen auf den DWD-Forschungsschiffen sowie auf Handels- und Behördenschiffen. Die Messdaten, welche aus dem maritimen Messnetz gewonnen werden, sind von großer Wichtigkeit zur Berechnung von aktuellen Vorhersagen.

Der Wetterdienst traf die Entscheidung mithilfe vieler, sehr strenger Ausschlusskriterien. Unter anderem war gefordert, dass die Ultraschall-Anemometer sehr robust sind und über ein geschlossenes System verfügen. „Da die Sensoren ausschließlich im maritimen Bereich eingesetzt werden, müssen sie besonders gut vor extremen Witterungsbedingungen und Vogelattacken geschützt sein. Der Ultraschall-Windsensor Ventus besteht aus einer seewasserbeständigen Aluminium-Legierung, welche auch bei Schiffschrauben zum Einsatz kommt. Den korrosiven Bedingungen hält der Sensor daher problemlos Stand. Zudem hat sich der Sensor durch dessen eingehauste Konstruktion in Bezug auf Vogelangriffe bereits vielfach bewährt, wohingegen jährlich ein großer Anteil offener Messsysteme aus diesem Grund ausfallen und entsprechend hohe Reparaturaufwände verursachen. Daher verlangt der DWD in seiner Ausschreibung ein geschlossenes System“, berichtet Udo Kronmüller, Vertriebsverantwortlicher für das Segment Wind und Wetter. Von Tieren verursachte technische Probleme wie Vogelattacken sind bei umwelttechnischen Anlagen keine Seltenheit. Daher hat sich die Lufft GmbH bereits früh auf ein geschlossenes System zur Messung von Windgeschwindigkeit sowie Windrichtung entschieden. Dies macht es Vögeln nahezu unmöglich, den Sensor zu beschädigen.

Tests im Windkanal

Da die Vorteile dieser Konstruktion zwangläufig zu Beeinträchtigungen der Messunsicherheit führen, wurden für die Windgeschwindigkeit und Windrichtung detaillierte Mindeststandards gefordert. Zur Prüfung dieser sowie weiterer Anforderungen wurden spezielle Tests im Windkanal des DWD durchgeführt.

Der Gewinn dieser Ausschreibung ist bereits der zweite Erfolg innerhalb kürzester Zeit, welchen das Mess- und Regeltechnikunternehmen Lufft mit dem Deutschen Wetterdienst verbuchen kann. Zuvor hat sich der DWD bereits für die Wolkenhöhenmesser des Fellbacher Unternehmens entschieden. (jv)

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