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Transportsystem Transportsystem reduziert unproduktive Zustellzeiten

| Redakteur: Jan Vollmuth

Eine deutlich höhere Produktivität durch geringere Transportzeiten erreichen Anwender in der Großserienproduktion mit dem Linear Motion System (LMS) von Rexroth. Jetzt bietet Rexroth die Systemlösung auch für weitere Anwendungen an und deckt Werkstückgewichte von 1 kg bis zu 1000 kg fein skaliert ab.

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(Bild: Bild: Bosch Rexroth)

Das LMS, das sich in der Großserienproduktion von Mikrochips bewährt hat, basiert auf Standard-Linearmotoren, bei denen die Werkstückträger unabhängig voneinander verfahren werden können. Es positioniert Werkstücke hochdynamisch auf 10 µm genau, so dass die Bearbeitung ohne Nachkorrektur oder Umladen auf eine Montageplattform sofort beginnen kann. Dies reduziert unproduktive Zustell- und Nebenzeiten.

Flexibel zusammenstellen

Anwender stellen sich mit mehreren Motoren auch längere Prozessstrecken als Oval, als parallele Bahnen oder in verschiedenen Ebenen flexibel zusammen. Dabei können sie das LMS auch nachträglich mit bestehenden Transportlösungen wie Förderbändern kombinieren.

Das System bildet komplexe Bewegungsmuster ab, die beispielsweise bei unterschiedlichen Taktzeiten in den verschiedenen Prozessstationen notwendig sind. Die einzelnen Werkstücke folgen dabei individuell vorgegebenen Geschwindigkeiten und Positionen. Durch die hohe Dynamik und Geschwindigkeiten von bis zu 6 m pro Sekunde verringert es im Vergleich zu Förderbänden die Zustellzeiten.

Kein Ausschleusen von Werkstückträgern

Die unproduktiven Nebenzeiten sinken zusätzlich, weil Bearbeitungs- und Montageschritte direkt auf den Transporteinheiten möglich sind. Bei üblichen Transfersystemen müssen die Werkstückträger dagegen an den einzelnen Stationen ausgeschleust und in eine Bearbeitungsposition umgeladen werden. Das entfällt bei LMS, dessen Transporteinheiten stabil auf der vorgegebenen Position verharren, ohne den Fluss anderer Werkstücke zu beeinflussen.

Die Linearmotoren arbeiten berührungslos und damit wartungsfrei. Zusätzlich erfordert das LMS im Vergleich zu konventionellen Anlagen weniger Werkstückträger. Das reduziert die Gesamtsystemkosten durch eine geringere Anzahl an notwendigen Ident-Systeme, Sensoren und Aktoren. (jv)

Motek 2016: Halle 4, Stand 4305

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