Testregler Tragbarer Testregler optimiert Messungen an Verbundwerkstoffen

Redakteur: Jan Vollmuth

Das Verbundstofflabor der Inholland-Universität für angewandte Wissenschaften in Delft baut bei Ein-Achs-Tests von Verbundwerkstoffen, wie faserverstärkte Polymere, auf einen tragbaren Regler von Moog. Das Labor testet Verbundstoffe für Forschungs-, Bildungs- und Wirtschaftsprojekte.

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Moogs tragbarer Testregler mit Bedienkonsole und PC-Software-Schnittstelle.
Moogs tragbarer Testregler mit Bedienkonsole und PC-Software-Schnittstelle.
(Bild: Moog)

Das Versuchssystem besteht aus einem hydraulischen Aktor, einer Hydraulik-Infrastruktur, einem Rahmen für Testlasten, einem Regler und die Bediener-Software. Zunächst führte das Labor mit dem System Materialtests für die Luft- und Raumfahrt durch. Mittlerweile hat es seinen Leistungsumfang jedoch auf Automobilteile und Sportgeräte erweitert, etwa die Karosserie von Rollern, verschiedene Fahrzeugteile oder Hockeyschläger.

Durch den gestiegenen Bedarf nach leichten Materialien in vielen Produkten und Teilen gibt es heute mehr Versuche und Versuchstypen mit Verbundstoffen. Die Eigenschaften des Verbundstoffes richten sich nach der Zusammensetzung der enthaltenden Stoffe, (z.B. der Menge an Kohlefaser in einem Harz) sowie der Art, in der beide kombiniert sind.

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„Durch den tragbaren Regler von Moog und die Software-Schnittstelle testen wir heute vor allem viel effektiver“, erklärt Bob Brocken, Techniker und Dozent an der Inholland-Universität. „Jetzt können wir mehr E/A-Geräte als zuvor integrieren und in unserer Klimakammer in Echtzeit und realistisch messen. Die Test-Software des Moog-Reglers hat eine effizientere und benutzerfreundliche Schnittstelle als der alte Regler. Wir haben auch mehr Optionen als andere Programme, die wir bisher für Materialtests genutzt haben. So können wir jetzt die auf ein Teil wirkende Kraft während eines Testvorgangs ändern.“

„Im Moment führen wir gerade einen Spannungsermüdungsversuch durch. Dabei wollen wir das Material nicht zerstören, sondern die Müdigkeitseigenschaften innerhalb der Bruchgrenzen messen. Ein Verbundstoff besteht manchmal aus mehreren Schichten, und gegenwärtig erforschen wir die Adhäsionskraft zwischen den Schichten. Die Proben bereiten wir nach den ASTM-Kriterien vor.“

Der tragbare Regler kann elektrische und hydraulische Testaktoren und sogar einen hydraulischen Simulationstisch in sechs Freiheitsgraden in einer Konfiguration mit maximal sechs Servo-Steuerkanälen betreiben.

Er ist direkt über die Anzeige im unabhängigen Betrieb oder mittels Mobilgerät einsetzbar. Die PC-Anwendung ermöglicht Software-Merkmale, wie Stationskonfiguration, Kalibrierung und Reglereinstellung, Sequenzaufbau, Wiedergabe, Bearbeitung und Aufzeichnung von Sequenzen. Dabei können mehrere Stationen gleichzeitig laufen. (jv)

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