Windenergie Terminal nimmt eigene Windenergieanlage in Betrieb

Redakteur: Jan Vollmuth

Eurogate hat am Standort Hamburg eine eigene Windenergieanlage offiziell in Betrieb genommen. Mit der neuen Windenergieanlage plant das Unternehmen 25 % bis 50 % des gesamten Energiebedarfs des Eurogate Container Terminals Hamburg aus eigener Produktion zu decken.

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(Bild: Eurogate / Ulrich Mertens)

Durch den Betrieb einer eigenen Windenergieanlage möchte das Unternehmen, mittel- bis langfristig die Energiekosten senken und sich von den Preisentwicklungen am Strom- und Energiemarkt so weit wie möglich unabhängig machen. Eurogate ist das erste Hafenunternehmen, welches eine eigene Windenergieanlage betreibt.

Seit Jahren setzt der Terminalbetreiber auf regenerative Energien, mit dem Ziel die CO2-Emissionen pro Container bis 2020 um 25 % zu senken. Dabei ist das konsequente, systematische Energiemanagement bezeichnend für die Eurogate-Umweltstrategie, welche sich ökologischen und ökonomischen Zielen verpflichtet hat. Es trägt zur Transparenz bei und macht Erfolge nachvollziehbar.

Der erste Terminal mit eigener Windenergieanlage

Der Eurogate Container Terminal Hamburg ist der erste Terminal, der eine eigene Windenergieanlage betreibt und den Grünstrom selber nutzt. Die heute in Betrieb genommene Windenergieanlage der Firma Nordex hat eine Leistung von 2,4 MW . Mit 200 m ist sie die höchste Windenergieanlage Hamburgs. Die Rotoren haben eine Länge von 58,5 m. Die Windenergieanlage führt zu einer CO2- Einsparung von 4.600 t/a. Der Bau weiterer Windenergieanlagen an anderen Standorten wird derzeit geprüft.

„Die aktuelle Marktsituation zwingt uns dazu, ein effizientes Kostenmanagement zu betreiben, um langfristig wettbewerbsfähig sein zu können. Die Preise für Strom und Energie sind dabei ein wesentlicher Faktor. Durch den Betrieb einer eigenen Windenergieanlage macht sich Eurogate von den aktuellen Preisentwicklungen am Strom- und Energiemarkt, so weit es geht, unabhängig“, sagt Emanuel Schiffer, Vorsitzender der Eurogate-Gruppengeschäftsführung. „Um die Energiekosten zu senken, setzen wir von zwei Seiten an: Energieerzeugung und Energieverbrauch. Seit Jahren erzeugen wir Energie durch Photo- voltaikanlagen, Blockheizkraftwerke oder Holzhackschnitzelwerke. Zudem haben wir vor Jahren angefangen, unsere Energieverbräuche systematisch zu erfassen und Maßnahmen umzusetzen, um diese zu senken. Beispielsweise beim Dieselverbrauch von Großgeräten. Wir sind unserem strategischen Ziel, bis 2020 den Energieverbrauch pro Container um 20 % zu senken und den CO2-Ausstoß pro Container um 25 % zu minimieren, bereits ein großes Stück näher gekommen."

Eurogate hat erfolgreich ein Energiemanagementsystem eingeführt und im Mai das Energie-Zertifikat nach DIN EN ISO 50001 erhalten. Seit 2008 erhebt Eurogate Daten über die verschiedenen Energieverbräuche, wertet diese aus und erarbeitet Möglichkeiten zur Verbesserung der energiebezogenen Leistungen. Zu diesem Zweck wurden an den verschiedenen Eurogate-Standorten Energie-Teams eingesetzt. Seit 2008 konnte die Gruppe ihren Energieverbrauch bereits um 12 % senken. (jv)

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