Stromversorgung Telekom Austria macht Telefonzellen zu Stromtankstellen

Redakteur: Juliana Schulze

Die Telekom Austria hat vor ihrem Hauptsitz in Wien den ersten Prototyp einer Telefonzelle mit integrierter Stromtankstelle in Betrieb genommen. Erkennbar ist die Telefonzelle durch einen kleinen Leuchtwürfel am Dach.

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Das Modell der Stromtankstellen nutzt die vorhandene Infrastruktur und hat eine bequeme Bezahlmöglichkeit via Handy integriert. Mit dem Prototypen können E-Autos, E-Scooter oder E-Fahrräder (230V/16A/Caravan-Steckdose) aufgeladen werden.

Shoppen gehen und E-Fahrzeug bequem nachladen

In erster Linie sind die Stromtankstellen dafür gedacht, E-Fahrzeuge unterwegs nachzuladen: „Wir bieten allen Besitzern von E-Fahrzeugen ein einmaliges Service: Während sie Besorgungen machen, können sie ihr Fahrzeug bequem nachladen. Unsere Stromtankstellen werden in Zukunft an Knotenpunkten in ganz Österreich verfügbar sein, denn Telefonzellen gibt es ja beinahe an jeder Ecke“, so Hannes Ametsreiter.

E-Fahrzeug via SMS oder RFID-Chip laden

Der Ladevorgang selbst ist ganz einfach: Für den Testbetrieb genügt eine Identifizierung des Fahrzeugbesitzers über SMS oder einen RFID-Chip, der in den Stecker des Fahrzeugs eingebaut wird. Diese RFID-Chips werden in allen Telekom Austria und A1 Shops erhältlich sein. Eine Nachrüstung bestehender Stecker ist somit ganz einfach möglich. Das Laden selbst funktioniert dann ohne Anmeldung: Anstecken genügt. Während des Pilotbetriebes wird das Strom-Tanken kostenlos sein. In Zukunft wird der Strom diverser Energieversorgungsunternehmen bequem mit paybox per Handy bezahlt, wobei der Vorgang per SMS oder mit dem RFID-Stecker bzw. einer RFID-Karte (also mit Kontaktlos-Technologie) initiiert wird.

Prinzipiell kann jede Telefonzelle zur Stromtankstelle werden

Derzeit gibt es rund 13.500 Telefonzellen von Telekom Austria in Österreich, davon sind 700 Standorte in der Multimedia-Variante ausgestattet. Diese Standorte stehen in der ersten Ausbauphase im Fokus. Prinzipiell können aber alle Telefonzellen umgerüstet werden. Umgebaut werden grundsätzlich nur Telefonzellen, bei denen es auch entsprechende Abstellflächen bzw. Parkplätze für Elektrofahrzeuge gibt. Durch den zusätzlichen Einsatz von separaten Ladesäulen können von jeder Telefonzelle weitere Parkplätze versorgt werden.

Elektro-Mobilität mit enormen Wachstumsraten bis 2020

Telekom Austria sorgt in den nächsten Jahren Schritt für Schritt für weitere Verfügbarkeit von Stromtankstellen in ganz Österreich. Der Verkehrsclub Österreich (VCÖ) prognostiziert für 2020 405 000 PKW mit Elektro- bzw. Hybrid-Motor in Österreich. Laut der jüngsten Umfrage des VCÖ zeigt jeder neunte Alltagsradfahrer großes Interesse am Kauf eines Elektrofahrrads. Das größte Potenzial liegt laut Studie aber bei Auto- und Mopedfahrern. „In Österreich ist jede zweite Autofahrt kürzer als fünf Kilometer, zwei Drittel sind kürzer als zehn Kilometer. Das sind Distanzen, die mit E-Scootern und E-Bikes optimal zurückgelegt werden können“, so VCÖ-Experte DI Martin Blum.

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