SPS IPC Drives 2013 Technologie-Initiative erforscht die Smart Factory

Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Monika Zwettler

Die Stuttgarter Lapp-Gruppe hat auf der SPS IPC Drives ihre Zusammenarbeit mit dem Deutschen Forschungsinstitut für künstliche Intelligenz (DFKI) in der Technologie-Initiative Smart-Factory-KL e.V präsentiert. Der Spezialist für Kabel- und Verbindungstechnik übernimmt dabei die Modulpartnerschaft für ein Produktionsmodul der Forschungs- und Demonstrationsplattform, in dessen Rahmen Verkabelungs- und Anschlusslösungen für Datenleitungen getestet werden.

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Industrie 4.0 wird sich auch auf die Kabel auswirken.
Industrie 4.0 wird sich auch auf die Kabel auswirken.
(Bild: Lapp)

Die Smart-Factory-KL ist eine Demonstrationsfabrik im Labor, in der Forscher des Deutschen Forschungsinstitut für künstliche Intelligenz (DFKI) die Technologien für die „vierte industrielle Revolution“ in einer realitätsnahen Produktionsumgebung einsetzen. Das DFKI und die beteiligten Unternehmen möchten mithilfe der resultierenden Erkenntnisse die Vision der Industrie 4.0 erreichen, in der wandlungsfähige Fabriken stark individualisierte Produkte herstellen.

Industrie 4.0

Flexibilität und Fertigung mit Losgröße 1 sind die Hauptziele der Industrie 4.0, in der Unternehmen ressourceneffizient und ergonomisch produzieren und ihre Kunden und Geschäftspartner dynamisch in die Wertschöpfungsprozesse integrieren.

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Technologische Grundlage dieser Vision ist das Internet der Dinge. Es verbindet cyber-physische Systeme, also intelligente Objekte mit eingebetteter Hardware und Software, in einem globalen Netzwerk. Dieses Phänomen wird in den nächsten Jahren an Bedeutung für die industrielle Produktion gewinnen. Die stark elektrotechnisch und hierarchisch geprägte Welt der Fabrikautomatisierung soll sich zu smarten Fabriknetzwerken mit untereinander kommunizierenden Produktionsanlagen wandeln. Die Lapp-Gruppe forscht daher aktiv an der Entwicklung und Erprobung wegweisender Produkte und Lösungen für die steigenden Anforderungen eines sich wandelnden industriellen Umfelds.

Multifunktionale Verbindungstechnik

„Die Smart-Factory-KL freut sich sehr, die Lapp-Gruppe als Partner begrüßen zu können und so das wichtige Thema Konnektivität optimal zu besetzen“, so Prof. Dr. Dr. h.c. Detlef Zühlke, Wissenschaftlicher Direktor des DFKI. „Anlagen werden künftig per Plug & Play wie Bausteine aufgebaut werden. Dazu bedarf es innovativer Lösungen in der multifunktionalen Verbindungstechnik. Kommunikation wird eine immer größere Rolle in industriellen Fertigungsprozessen spielen und in Feldgeräten und insbesondere in Sensoren und Aktoren Anwendung finden. In diesem Kontext werden neue Verkabelungs- und Anschlusslösungen für Datenleitungen erforderlich.“

Neue Anforderungen an die Verbindungstechnik

„Immer kürzere Produktlebenszyklen und stark individualisierte Produkte erfordern Anlagen, die flexibel von einem Produktionsgut auf ein anderes umgerüstet werden können“, erklärt Ralf Moebus, Produktmanager Automation & Networks bei der Lapp-Gruppe. „Diese Leitidee des Plug & Produce ist es, die den Wandel im Maschinen- und Anlagenbau antreibt. Uns als Kabel- und Verbindungstechnikspezialist ist es sehr wichtig, das Umfeld zu verstehen, in dem unsere Produkte eingesetzt werden. Nur so können wir optimale Lösungen für unsere Kunden entwickeln.“

Ralf Moebus erklärt weiter: „Industrie 4.0 wird aus Sicht der Verkabelungstechnik unter anderem bedeuten, dass Ethernet-Verbindungen zunehmend auch bis in die Sensor-Aktor-Ebene vordringen, und damit gehen neue Anforderungen an die Belastbarkeit der Verbindungstechnik einher. Für manche Anwendungsfälle haben wir heute schon komplette Anschlusslösungen – zum Beispiel unsere hochflexible Etherline-FD-Cat.6A-Leitung in Verbindung mit dem X-codierten M12-Datensteckverbinder für hochauflösende Kameras in bewegten Anwendungen."

Ein anderer starker Trend sei der zu dezentralen Antriebssystemen. Moebus: „Dafür werden zunehmend Hybridleitungen gefragt sein, die Spannungsversorgung und Datenübertragung zugleich übernehmen. Und schließlich ergeben sich mit der umfassenden Vernetzung auch neue Möglichkeiten etwa für die Wartung. Wir könnten zum Beispiel RFID-Chips in unsere Kabel integrieren. Im Fall eines Austauschs könnte der Servicetechniker direkt die genauen Daten des Kabels einscannen und sofort über unseren e-Shop die entsprechende Bestellung auslösen.“

Die Bundesregierung fördert Forschungsprojekte wie Smart-Factory-KL im Rahmen ihrer Hightech-Strategie. (mz)

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