Online-Marketing Studie enthüllt fortschrittliche Mittelständler

Redakteur: Simone Käfer

In einer Studie zum Thema Online-Marketing kam heraus, dass kleine Betriebe wesentlich schneller und intensiver digitale Methoden für ihr Marketing nutzen. Insgesamt investiere der Maschinenbau bereits 21 % seines Marketingbudgets in Online-Maßnahmen

Firmen zum Thema

Unternehmen des deutschen Mittelstandes geben durchschnittlich bereits knapp ein Viertel ihres Marketingbudgets für Online-Marketing aus.
Unternehmen des deutschen Mittelstandes geben durchschnittlich bereits knapp ein Viertel ihres Marketingbudgets für Online-Marketing aus.
(Bild: Saxoprint)

Unternehmen des deutschen Mittelstandes geben durchschnittlich bereits knapp ein Viertel ihres Marketingbudgets für Online-Marketing aus. Dies zeigen die Ergebnisse der von Saxoprint herausgegebenen Studie, in der durch TNS Infratest 960 Marketingverantwortliche aus Unternehmen des technischen Mittelstands befragt wurden.

Mittelständische Maschinenbauer fortschrittlicher als angenommen

Mittelständische Betriebe präsentieren sich im Bereich der Digitalisierung fortschrittlicher als oftmals angenommen. Auch die Maschinenbaubranche hat die Relevanz des Online-Marketings erkannt und investiert bereits 21 % des gesamten Marketingbudgets in Online-Maßnahmen. Im Gesamtergebnis zeigt sich besonders beim Vergleich kleiner (20 bis 29 Mitarbeiter) und größerer Unternehmen (200 bis 500 Mitarbeiter), dass kleine Betriebe schneller auf den Trend des Online-Marketings reagieren können.

Bildergalerie
Bildergalerie mit 9 Bildern

So liegt der Anteil der Ausgaben für Online-Marketing bei den kleineren Unternehmen bei rund 27 % des gesamten Marketingbudgets, größere Unternehmen liegen mit 17 % noch deutlich dahinter. Dies kann vor allem damit begründet werden, dass größere Unternehmen bei den klassischen Marketinginstrumenten ihre Größenvorteile ausspielen können, während kleinere Betriebe auf zielgenaue, spezifische Maßnahmen angewiesen sind und daher Instrumente des Online-Marketings bevorzugen.

Print-Marketing und Messeauftritte bleiben wichtig

Trotz der wachsenden Relevanz von Online-Marketing ist und bleibt Offline-Marketing ein wichtiger Faktor zur Erreichung der Marketingziele für den technischen Mittelstand. So werden beispielsweise Druckprodukte wie Flyer und Broschüren von 61 % der befragten Unternehmen als wichtig oder sehr wichtig eingeschätzt. Auch Produktkataloge und Druck-Mailings sind nach wie vor beliebt.

Aber auch bei den präferierten Offline-Maßnahmen variieren die Einschätzungen je nach Unternehmensgröße. So sehen größere Unternehmen die klassischen Druckprodukte als sehr viel wichtiger an als kleine mittelständische Unternehmen. Bei den Best-Practice-Unternehmen zeichnet sich darüber hinaus ein Trend zur Pressearbeit und Networking-Veranstaltungen ab.

Herausforderung Online-Marketing

In der Zukunft planen die befragten Unternehmen des Maschinen- und Anlagenbaus, weiter in Online-Marketing zu investieren. Unternehmen rechnen mit einem Anstieg von 9%-Punkten auf einen Anteil von 30 % in den nächsten zwei Jahren. Dabei sehen die Unternehmen der Maschinenbauindustrie die weitere Einführung und Entwicklung von Online-Marketingmaßnahmen als wichtigste Herausforderung des Marketings – weit vor anderen Maßnahmen, wie der Automatisierung und Messbarkeit von Marketingmaßnahmen.

Jedoch zeigen sich bei dieser Einschätzung zum Teil deutliche Unterschiede zu anderen Branchen. So erachten 77 % der Unternehmen der IT-Branche den Einsatz von Online-Maßnahmen als äußerst relevanten Trend, dagegen teilen bloß 55 % der Unternehmen des Maschinen- und Anlagenbaus diese Meinung. Über die Hälfte der befragten Unternehmen des Maschinen- und Anlagenbaus definieren zudem Content-Marketing als relevanten Leitansatz für ihre Marketingaktivität, der in Zukunft stärker verfolgt werden soll.

Die Maßnahmen sind branchenabhängig

Als wichtigstes Marketinginstrument für die Gewinnung von Interessenten und Kunden haben die befragten Maschinenbauunternehmen die Messe genannt (48 %). Die Unternehmenswebseite ist mit 43 % allerdings ebenfalls entscheidend. Diese Einschätzung variiert allerdings stark nach Branchenzugehörigkeit.

Dies macht deutlich: Es gibt keine allgemeingültige Strategie für alle Branchen und unterschiedliche Größen von Unternehmen, ebenso wenig einen optimalen Grad der Digitalisierung. Branchenspezifische Aussagen sind somit notwendig, um zu realistischen Einschätzungen zu kommen. Je nach Branche und nach verfolgten Zielen sind bestimmte Marketinginstrumente mehr oder weniger geeignet.

Die komplette Studie erhalten Sie B2B-Manager von Saxoprint.

(ID:44428393)