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Schaltschrank Steuerungs- und Schaltanlagenbau 4.0

| Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Sandra Häuslein

Auf der diesjährigen SPS IPC Drives bildet Rittal erstmals einen realen Fertigungsbetrieb ab. Auf 1200 m² Ausstellungsfläche werden dabei die Herausforderungen des Steuerungs- und Schaltanlagenbaus und der jeweiligen Prozessschritte anhand konkreter Alltagssituationen dargestellt und diskutiert: vom Engineering über die Bestellung, Anlieferung und Bestückung bis hin zur Verdrahtung und Endmontage.

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Auf der diesjährigen SPS IPC Drives gibt Rittal einen ganz neuen Einblick in die Wertschöpfungswelt des Steuerungs- und Schaltanlagenbaus.
Auf der diesjährigen SPS IPC Drives gibt Rittal einen ganz neuen Einblick in die Wertschöpfungswelt des Steuerungs- und Schaltanlagenbaus.
(Bild: Rittal)

Der Steuerungs- und Schaltanlagenbau steht ähnlich wie der Maschinenbau unter erheblichem Kosten- und Termindruck. Die Optimierung einzelner Gewerke, Produkte und Prozessschritte stößt heute an vielen Stellen an ihre Grenzen. „Weitere Produktivität kann nur durch eine konsequente Standardisierung, der Optimierung ganzer Wertschöpfungsketten und den Einsatz moderner IT- und Engineering-Konzepte erfolgen“, sagt Uwe Scharf, Geschäftsbereichsleiter Produktmanagement bei Rittal. Diesen Herausforderungen stellt sich die Friedhelm Loh Group mit ihren Unternehmen Rittal, Eplan und Cideon. „Gemeinsam mit unseren Partnern, Kunden und Lieferanten suchen wir permanent nach Lösungen für die Optimierung von Wertschöpfungsketten im Steuerungs- und Schaltanlagenbau“, so Scharf.

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Besucher der diesjährigen SPS IPC Drives können die Wertschöpfungskette im Steuerungs- und Schaltanlagenbau in mehreren Phasen erleben: vom Engineering über die Systemtechnik bis zum Systemausbau inklusive der Automation der Fertigung. Im Zentrum der Wertschöpfungskette steht als verbindendes Element der virtuelle Prototyp eines Steuerungsschranks.

Lösungen zur Effizienzsteigerung

Wie Anlagenbauer ihre Planungsprozesse beschleunigen können, demonstrieren Rittal und Eplan im Bereich „Engineering“ anhand von intelligenten Engineering-Werkzeugen. Aufgezeigt werden Effizienzpotenziale durch Nutzung von Gerätedaten aus dem Eplan Data Portal, durch Engineering-Lösungen wie Eplan Electric P8, Eplan Pro Panel, Rittal Therm, Rittal Power Engineering sowie durch neueste Produkt-Konfiguratoren.

Im Bereich „Systemtechnik“ gibt Rittal einen realitätsnahen Einblick in die Fertigungswelt des Steuerungs- und Schaltanlagenbaus und zeigt Lösungen zur Effizienzsteigerung der kompletten Wertschöpfungskette: von der Anlieferung, Vormontage und mechanischen Bearbeitung über die Klemmleistenbestückung, Aderkonfektionierung und Bestückung bis zur Verdrahtung, Montage und Auslieferung. Einsparpotenziale sowie wesentliche Vorteile des Anreihschranksystems TS 8 wie Oberflächenbeschichtung, Anreihung, Potenzialausgleich und Kabeleinführung werden an konkreten Anwendungen erläutert.

Fertigungsunterstützung und Automatisierung der Werkstatt

Im Bereich „Automation“ präsentiert Rittal erweiterte Lösungen für die Fertigungsunterstützung und Automatisierung der Werkstatt. Das Spektrum reicht von der mechanischen Bearbeitung mit den Bearbeitungs- und 3D-Laserzentren bis zur automatischen Klemmleistenbestückung und Aderkonfektionierung.

Zu den Produkt-Highlights zählen die Blue e+ Kühlgeräte, die dank einer patentierten Hybridtechnologie Energieeinsparungen von bis zu 75 % ermöglichen. Zudem präsentiert Rittal erstmalig eine neue Generation an Dachlüftern sowie einen neuen Luft/ Wasser-Wärmetauscher in Hygienic-Design-Ausführung. Zu den weiteren Neuheiten gehören 630-A-Geräteadapter für das Stromverteilungssystem Ri4Power 185 mm sowie ein Smart Monitoring System für die Niederspannungs-Hauptverteilung.

Neuheiten im Bereich Engineering bei Eplan und Cideon

Messebesucher, die neben dem realen Schaltschrankbau zusätzliches Interesse am Engineering haben, können sich bei den Schwesterunternehmen Eplan und Cideon in Halle 6, Stand 210 informieren. Neben zahlreichen Neuheiten im CAE sowie der Mechatronik wird am Beispiel einer virtuellen Maschine Standardisierung, Parallelisierung und Datendurchgängigkeit im Engineering präsentiert. Auch der Schaltschrankaufbau in 3D wird passend zum Virtuellen Prototyp – wie auf dem Rittal Stand gezeigt – im Detail vorgestellt, ausgerichtet auf den Maschinen- und Anlagenbau. (sh)

SPS IPC Drives 2015: Halle 5, Stand 111

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