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Steuerung Steuerung ermöglicht Änderungen zur Laufzeit für Sicherheits-Anwendungen

| Redakteur: Jan Vollmuth

Mit der Funktion „non-persistent Online-Change“ können einzelne Änderungen in Anwenderprogrammen auf die Steuerung übertragen werden. Pilz stellt diese Funktion im Automatisierungssystem PSS 4000 nun erstmals auch für Sicherheitsanwendungen zur Verfügung.

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Absolute Neuheit im Failsafe-Bereich: Mit der Funktion „Non-persistent Online-Change“ können einzelne Änderungen in Anwenderprogrammen auf die Steuerung des Automatisierungssystem PSS 4000 übertragen werden.
Absolute Neuheit im Failsafe-Bereich: Mit der Funktion „Non-persistent Online-Change“ können einzelne Änderungen in Anwenderprogrammen auf die Steuerung des Automatisierungssystem PSS 4000 übertragen werden.
(Bild: Pilz)

Anwenderprogramme und Software-Bausteine einer Steuerung werden häufig erst während der Inbetriebnahme final ausgetestet und dazu mehrfach modifiziert. Mit der Funktion des „non-persistent Online-Change“ lassen sich jetzt einzelne Änderungen in eine oder mehrere Steuerungen des Automatisierungssystems PSS 4000 einspielen, ohne dass dazu das gesamte Programm übersetzt und geladen werden muss. Die Neuheit: Diese Funktion steht nun auch für sicherheitsgerichtete Applikationen zur Verfügung. Das Einspielen der Änderungen erfolgt ohne einen Stopp der Steuerung – das neue Programm wird nach dem Download mit dem nächsten möglichen Taktzyklus auf den Kopfmodulen aktiv.

Zeitlich begrenzte Änderungen

Die Änderungen gelten maximal für 12 Stunden oder bis zum nächsten Neustart der Steuerung, sind also nicht dauerhaft (non-persistent). Werden die Änderungen nicht angenommen, stellt die Steuerung den Zustand des letzten kompletten Downloads wieder her. Die Funktion erleichtert und verkürzt nicht nur die Inbetriebnahme, sondern erhöht auch die Handhabungssicherheit in hektischen Inbetriebnahmeprozessen.

Die Funktion „non-persistent Online-Change“ ist für alle Steuerungen des Automatisierungssystems PSS 4000 verfügbar. Damit setzt Pilz das Verschmelzen von Sicherheit und Automation im Automatisierungssystem fort: Der Anwender arbeitet mit einem Tool für beide Welten. Anwendbar wird sie ab dem neuen Firmware Release 13.

Kommunikations-Stack für Profinet

Zu den weiteren Neuheiten im Release 13 gehört die Geräteschnittstelle zur Kommunikation mit Profinet-Netzwerken. Pilz hat Profinet als reinen Kommunikations-Stack in die Geräte integriert. Das spart Kosten bei der Lagerhaltung und reduziert die Variantenvielfalt. Denn dieser Ansatz ermöglicht es, allein durch eine Konfigurationsänderung mit derselben Hardware unterschiedliche Kommunikationsanbindungen zu betreiben, darunter UDP raw, Modbus/TCP, Ethernet/IP und jetzt auch Profinet. Anwender benötigen keine speziellen Gerätevarianten – ein PLC-Kopfmodul kann als universaler Zugang zu den verschiedenen Kommunikationssystemen verwendet werden.

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