Stahl Stahlpreis treibt Salzgitter-Gewinn nach oben

Autor / Redakteur: dpa / Peter Königsreuther

Die gestiegene Nachfrage sowie höhere Preise haben das Ergebnis des Stahlkonzerns Salzgitter in den letzten Monaten angetrieben, meldet dpa. Das beste Halbjahresergebnis seit 10 Jahren liege nun vor.

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Bei der Salzgitter AG kochen die Hochöfen und der Umsatz hoch. Das eine kommt von der hohen Nachfrage nach Stahl, das andere von den gleichzeitig hohen Rohstoffpreisen.
Bei der Salzgitter AG kochen die Hochöfen und der Umsatz hoch. Das eine kommt von der hohen Nachfrage nach Stahl, das andere von den gleichzeitig hohen Rohstoffpreisen.
(Bild: Salzgitter AG)

Nach Aussage der Salzgitter AG von gestern, erhöhte sich der Außenumsatz des Konzerns von 3,6 Milliarden auf 4,4 Milliarden Euro. Der Gewinn vor Steuern sei im Vergleich zum pandemiegeplagten, schwachen Vorjahreszeitraum massiv. Er kletterte demnach auf 305,7 Millionen Euro. Dies ist nach Aussagen des neuen Konzernchefs Gunnar Groebler, Seit Juli 2021 Nachfolger von Heinz Jörg Fuhrmann, das beste Halbjahresergebnis seit über 10 Jahren. Im Vorjahr hatte Salzgitter noch einen Verlust von 127,8 Millionen Euro hinnehmen müssen, erinnert Groebler.

Die positiven Prognosen haben sich bewahrheitet

Nach Steuern verdiente Salzgitter rund 230,6 Millionen Euro. Auch hier stand im Vorjahr ein Verlust in den Büchern, der auf 144,7 Millionen Euro zu beziffern ist. Die Prognose, die der Konzern zum ersten Quartal erhöht hatte, ist damit voll und ganz bestätigt. Man rechnet jetzt, dass der Umsatz 2021 auf über 9 Milliarden Euro steigen wird und das Ergebnis vor Steuern auf zwischen 400 und 600 Millionen Euro kommen könnte.

Das gute Ergebnis begründet sich darauf, dass Stahlproduzenten in den vergangenen Monaten höhere Preise durchsetzen konnten. Etwa die Autoindustrie oder der Maschinenbau akzeptierten das. Und mit Blick auf die Baubranche wurden Komponenten, die aus bestimmten Metalllegierungen bestehen, teilweise knapp.

Das Konzept für eine CO2-arme Stahlproduktion will Groebler übrigens vorantreiben. Die Ambition sei es, bereits Ende 2025 mit der wasserstoffbasierten Stahlerzeugung starten zu können.

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