Schweißen Stahl und Aluminium prozesssicher und wirtschaftlich verbinden

Redakteur: Brigitte Michel

Automobilhersteller setzen immer öfter Aluminium als Werkstoff ein und müssen daher Kompetenz im Aluminiumschweißen aufbauen. Als einziger Anbieter weltweit erfüllt Bosch Rexroth die Anforderungen an die Wirtschaftlichkeit und Prozesssicherheit auch für das Aluminiumschweißen.

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(Bild: Rexroth)

Automobilhersteller setzen verstärkt auf Leichtbau, um das Gewicht und somit den Verbrauch zu senken. Dieser Trend führt bei ihnen zu einem Umdenken in der Karosseriekonstruktion. Sie setzen immer öfter Aluminium als Werkstoff ein und müssen deshalb Kompetenz im Aluminiumschweißen aufbauen. Als Anbieter erfüllt Bosch Rexroth weltweit die Anforderungen an die Wirtschaftlichkeit und Prozesssicherheit auch für das Aluminiumschweißen. Automobilhersteller können mit einer serienreifen Systemlösung erstmals im Karosseriebau Aluminium prozesssicher und auf dem Kostenniveau von Stahl schweißen.

Die bislang eingesetzten Verfahren zum Verbinden von Aluminium, wie das Nieten, sind deutlich teurer als das Widerstandspunktschweißen. Der adaptive Schweißumrichter für Aluminium berücksichtigt nicht nur die physikalischen Besonderheiten des Werkstoffs, sondern ermöglicht die vollständige Überwachung und Regelung des Schweißvorgangs während des Prozesses. Das erhöht die Wirtschaftlichkeit, denn bisher testen die Hersteller die Schweißverbindungen zur Qualitätskontrolle nach der Verarbeitung in einem gesonderten Arbeitsschritt.

Die schnelle Inbetriebnahme von Schweißvorrichtungen unterstützt der Hersteller mit der neuen Software-Funktion STC Teach (Sheet Thickness Combination).Damit können Automobilhersteller vorab im Labor die Schweißvorgänge materialunabhängig für unterschiedliche Blechdicke-Kombinationen optimieren. Die Parameter fließen in eine Datenbank, in die der Hersteller alle eingesetzten Schweißkombinationen hinterlegt. Somit haben bei der Inbetriebnahme neuer Schweißstationen oder dem Serienanlauf neuer Modelle weltweit alle Werke des Herstellers Zugriff auf diese Parameter. Ein einfaches Kopieren der entsprechenden Datensätze in die Schweißsteuerung genügt, um sofort danach die Serienproduktion zu starten.

Zudem können Automobilhersteller wertvollen Platz und lange Kabelstrecken einsparen, den die an verschiedenen Stellen der Karosseriefertigung verteilten Schweißstationen bislang erfordern. Der neue Schweißschaltschrank kombiniert Schweiß- und Servozangen-Steuerung in einem kompakten Schaltschrankkonzept. Durch die Ausführung in Schutzart IP 54 können die Schaltschränke jetzt deutlich näher am Produktionsprozess platziert werden als bisher. Rexroth bietet unterschiedliche Varianten für die Anwendung als Hängeanlage, Stand- oder Roboterschrank.

Mit einem umfassenden Transformatorenprogramm rundet das Unternehmen sein Angebot für kundenspezifische Schweißlösungen ab. Ein Beispiel ist der standardisierte Plattform-Trafo für die Anwendung in der Automobilindustrie. Er ist mit nahezu allen Roboteranwendungen kompatibel. Die Überwachungsfunktion zwischen Inverter und Transformator sowie die kompakte Bauweise und das geringe Gewicht sorgen für maximale Wirtschaftlichkeit und Präzision. (bm)

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