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Nachwuchsförderung Sonnige Zeiten für den Nachwuchs

Redakteur: M.A. Bernhard Richter

Norelem stellt Studenten kostenlos Bauteile zur Verfügung, die in Projekten verbaut werden. Dabei zeigt sich: Die Nachwuchskonstrukteure stehen auf erneuerbare Energien.

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Studierende der Fachhochschule Bochum entwickeln im Rahmen des Projekts „Solar Car“ alle zwei Jahre ein solarbetriebenes Auto.
Studierende der Fachhochschule Bochum entwickeln im Rahmen des Projekts „Solar Car“ alle zwei Jahre ein solarbetriebenes Auto.
(Bild: FH Bochum)

Innovative Ideen sollen belohnt werden: Deshalb ist Nachwuchsförderung für Norelem sehr wichtig. Wer im Rahmen seiner Ausbildung an einer Hochschule im deutschsprachigen Raum eine Projektarbeit plant, erhält die benötigten Produkte – und zwar kostenlos. „Es passiert so gut wie nie, dass wir Projekte ablehnen. Die Kreativität der Studenten ist wirklich eindrucksvoll“, sagt Marcus Schneck, „derzeit unterstützen wir 15 laufende Projekte.“ Falls es beim Einbau der Komponenten Fragen gibt oder das richtige Produkt für die jeweilige Anwendung erst noch gefunden werden muss, ist auch die Beratung durch das Norelem-Fachpersonal im Sponsoring-Paket inbegriffen. „Nur wenn wir heute Talente fördern, können Ideen von morgen auch verwirklicht werden“, betont der Geschäftsführer. „Von gut ausgebildeten Arbeitskräften profitiert nachhaltig die gesamte Industriebranche Deutschlands.“

Die unterstützten Projektarbeiten umfassen inhaltlich eine große Bandbreite: von intelligenten Robotern bis zum besonders komfortablen Liegerad ist alles dabei. Populär sind Projekte aus dem Automobilbereich – zum Beispiel die „Formula Student“-Wettbewerbe, bei denen Studenten Rennwagen selbst konstruieren. „Es ist faszinierend, wie viel Leidenschaft und Zeit die Teilnehmer in ihre Autos investieren“, erzählt Svenja Binder, Marketing Referentin bei Norelem. Nicht selten sind aber auch ungewöhnliche und kreative Konzepte, wie zum Beispiel das Projekt „ACTOR“ , bei dem Studenten Experimente mit einer voll funktionsfähigen, echten Rakete durchführen.

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Projekte aus vielfältigen Bereichen

Nicht ganz so ausgefallen, aber mindestens genauso wichtig sind Projekte, die sich mit dem klassischen Maschinen- und Anlagenbau beschäftigen. So stellte sich 2014 eine Gruppe von Studenten der DHBW Heidenheim der Aufgabe, eine Dreiachs-CNC-Fräsmaschine zu konstruieren und zu bauen. Die Herausforderung: Ein Budget von 1.000 Euro und nur vier Monate Zeit. „Wir waren im fünften Semester und wollten das Gelernte unter Beweis stellen“, erinnert sich Rainer Wiedenmann, damals Teil des Projektteams . „Aufgrund des knappen Budgets hat uns Norelem optimal unterstützt.“ Die Gruppe nutzte zudem die Beratung des Fachpersonals, um die passenden Bauteile für die vorliegende Anwendung zu finden. Die Wahl fiel schließlich auf Führungswellen und Linearkugellager, die sich durch eine hohe Steifigkeit auszeichnen. Zudem verbauten die Studenten hochpräzise Kugelgewindetriebe. „Durch die hochwertigen Bauteile von Norelem konnten wir bei unserer selbstentwickelten Fräsmaschine in Punkto Genauigkeit glänzen“, freut sich Rainer Wiedenmann.

Ebenfalls an der DHBW Heidenheim entstand Ende 2014 eine solarthermische Entsalzungsanlage für Meerwasser. Das „Solar-Team“ der Hochschule hatte es sich zur Aufgabe gemacht, die Anlage möglichst einfach und preiswert zu gestalten. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Die sogenannte Steam 2000 ist eine dezentrale, energieautarke und finanziell erschwingliche Kleinanlage zur Trinkwasseraufbereitung. Mithilfe eines Solarspiegels nutzt sie die Energie der Sonne, um Wasser durch Verdampfen und Kondensieren zu reinigen. In der Anlage verbauten die Studenten unter anderem Spannverschlüsse, Gegenhaken und Edelstahl-Rundgriffe von Norelem.

Die Sonnenenergie nutzen

„Wir sehen bei den von uns unterstützten Projekten einen Tendenz zu den erneuerbaren Energien“, berichtet Svenja Binder, „vor allem die Solartechnik ist ein beliebtes Forschungsthema.“ Ein gutes Beispiel dafür ist die „Renewable Energy Challenge“ – ein Wettbewerb, den die Studenten des Karlsruher Institutes für Technologie (KIT) im Jahr 2013 auf die Beine stellten. Die Aufgabe: mit einfachen Mitteln ein Kraftwerk mit maximal 10 m² Fläche zu bauen, das sich mithilfe erneuerbarer Energie betreiben lässt.

Das Mini-Kraftwerk des Team Green Air Energy basiert auf einem bettgroßen Holzkasten, auf dem ein Absorberblech befestigt wird. Die Sonne erhitzt das schwarze Blech und erwärmt die Luft, welche wiederum einen Stirlingmotor antreibt. Auf diese Weise produziert das Kraftwerk an einem Sonnentag eine Leistung von etwa 30 W. „Norelem stellte uns Spannverschlüsse und Gegenhaken zur Verfügung, die das Holzgehäuse mit der Absorbereinheit verbinden“, erläutert Lukas Kaul, Sprecher des Teams Green Air Energy. Zudem verbauten die Studenten in der Hebelmechanik im Inneren der Anlage einen Konus-Spannring von Norelem. „Bei unserem Budget von 1500 Euro stellten die kostenlosen Bauteile eine große Hilfe dar. Wir waren beeindruckt, wie unkompliziert und engagiert Norelem unser studentisches Projekt unterstützt hat.“

Unterwegs in Australien

Mit Solartechnik lässt sich aber nicht nur Strom erzeugen – die Energie der Sonne kann auch Autos antreiben. Unter Beweis stellen das seit bereits mehr als einem Jahrzehnt Studenten, Mitarbeiter und Professoren der Bochumer Fachhochschule. 2001 fuhr der erste solarbetriebene Wagen aus dieser Kooperation bei der World Solar Challenge in Australien mit. Seitdem entwickeln Studierende der Hochschule im Rahmen des Projekts Solar Car alle zwei Jahre ein Auto, das ausschließlich von Sonnenenergie angetrieben wird.

„Es handelt sich hier um ein Projekt, das alle Facetten des Ingenieurberufes beleuchtet: Teamarbeit, Projektmanagement, interkulturelle Perspektiven und nicht zuletzt die Faszination moderner Technik“, betont Stefan Spychalski, an der Hochschule Bochum zuständig für Kommunikation, PR und Medien, „möglich wird es aber nur durch die andauernde und engagierte Unterstützung unserer Sponsoren wie zum Beispiel Norelem.“

Aktuell befindet sich der Thyssen-Krupp Sun Riser im Bau, der unter anderem durch sein sportliches Design überzeugt. Norelem hat für den neuesten Sonnenwagen aus Bochum Arretierbolzen zur Verfügung gestellt. Sie sorgen für eine flexible Befestigung der Batterieboxen im Auto. „Die Arretierbolzen lassen sich schnell lösen, wenn es einmal brenzlig wird und die Batterien rasch entfernt werden müssen“, erklärt Stefan Spychalski, „sie müssen allerdings extrem robust sein, um den extremen Einsatzbedingungen standhalten zu können.“ Kein Problem für die Bauteile von Norelem, die generell höchsten Qualitätsstandards entsprechen. Egal ob bei einer Rallye in Australien oder in deutschen Hörsälen – die Normteile und Komponenten von Norelem werden sich noch in vielen studentischen Projekten bewähren. (br)

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