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Verschrauben Sonderlösungen aus Standards

Redakteur: Brigitte Michel

Der Montagespezialist Desoutter ist mit Hilfe einer globalen Datenbank in der Lage, umfangreiche Projekte genauso schnell und zuverlässig umzusetzen wie die etwas kleineren: Vom einfachen Werkzeughalter bis hin zu speziellen Vielfachschraubern bauen die Maintaler ihre Sonderlösungen auf Standards auf, die schon an anderer Stelle erprobt wurden.

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Werkzeughalter, Drehmomentarme oder Mehrfachschraubsysteme gehören zu den individuellen Sonderlösungen, die Desoutter mit Hilfe einer globalen Datenbank schnell und durchdacht entwickeln kann.
Werkzeughalter, Drehmomentarme oder Mehrfachschraubsysteme gehören zu den individuellen Sonderlösungen, die Desoutter mit Hilfe einer globalen Datenbank schnell und durchdacht entwickeln kann.
(Bild: Desoutter)

Individuelle Montage-Sonderlösungen kann Desoutter schnell und durchdacht entwerfen und fertigen, weil man für alle Gesellschaften weltweit eine einheitliche, global gültige Datenbank programmiert hat, mit deren Hilfe man komplexe Lösungen auf der Basis von Standards aufbauen kann. Dazu zählen zum Beispiel Werkzeughalter, Drehmomentarme, Mehrfachschrauber, Montagesysteme mit automatischer Schraubenzuführung oder Mensch-Maschine-Schnittstellen.

Stefan Hubl, Leiter der Projektabteilung, erläutert: „Insgesamt umfasst die Datenbank 14 Hardware-Kategorien, hinter denen sich weitere Untergliederungen und Typisierungen verbergen. Wir gehen die Software mit unseren Kunden dann Schritt für Schritt durch und konfigurieren das benötigte System bis ins Detail.“ So sei noch während des Gesprächs klar, wie die individuelle Lösung aussehen werde. „Das finale Produkt können wir dann gleich als 3D-Bild zeigen“, sagt Hubl.

Der Vorteil liegt darin, dass Desoutter auf Lösungen zurückgreifen kann, die sich schon bei anderen Kunden weltweit bewährt haben und die lokal mit hiesigen Maschinenbauern nachgebaut werden können. Das Ergebnis sei ebenso maßgeschneidert wie zuverlässig, betont Hubl. „Unsere Ingenieure führen alle Produktanpassungen oder Weiterentwicklungen nach Vorgaben des Kunden durch, und auf Basis unserer Standardkomponenten können wir flexible Lösungen in der Regel sehr kostengünstig umsetzen.“ Im Ergebnis würden die Systeme die Prozesssicherheit und Qualität der Produktion steigern und Zeit sparen.

Ein typisches Beispiel für eine „individuelle Standardlösung“ sind Mehrfach-Schraubsysteme: Bis zu 32 Schrauben an einem Bauteil lassen sich damit in einem Rutsch montieren – bei Drehmomenten von bis zu 2000 Nm. Die Schraubspindeln können über eine Mehrfachsteuerung des Typs Multi-CVIL2 einfach synchronisiert werden. Ein solches Schraubsystem kann zum Beispiel so programmiert werden, dass die Schrauben in einer vorgegebenen Reihenfolge abgearbeitet werden. Alle Schraubdaten lassen sich von der Steuerung außerdem in das werkseigene Datennetzwerk einspeisen und jederzeit wieder abrufen. (bm)

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