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Display as a Service

Software verwandelt unzählige Einzelmonitore in ein virtuelles Display

| Redakteur: Monika Zwettler

Mit Display as a Service gehört das Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz zu den 100 Preisträgern des bundesweiten Wettbewerbs „Ausgezeichnete Orte im Land der Ideen“ 2015. Die Technologie zur dynamischen Verknüpfung von Bildschirmen verwandelt eine unbegrenzte Anzahl von Einzelmonitoren in ein virtuelles Display, in eine gigantische Bildschirmwand.

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Das DFKI ist mit Display as a Service ein „Ausgezeichneter Ort im Land der Ideen“ 2015.
Das DFKI ist mit Display as a Service ein „Ausgezeichneter Ort im Land der Ideen“ 2015.
(Bild: Display as a Service )

Display as a Service (DaaS) eröffnet und ermöglicht neue Gemeinschaftserlebnisse in der lokalen und globalen visuellen Kooperation, indem es die starre Zuordnung von Pixelquellen auf Displays überwindet, wie sie heute existiert. Stattdessen werden Pixelinhalte von überall nach überall transportiert, und dies ohne teure Spezial-Hardware. DaaS ersetzt dedizierte Kabelverbindungen durch eine dünne Software-Schicht und ein generisches Datennetzwerk.

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Automatische und dynamische Konfiguration

Bei zusammengesetzten Wänden aus mehreren Displays (sog. Display-Walls) entfaltet Display as a Service seine ganze Flexibilität: Die DaaS-Software ermöglicht es, eine Display-Wall aus mehreren, in Größe und Auflösung vollkommen unabhängigen Bildschirmen als zusammenhängendes Meta-Display zu bespielen. Da DaaS die räumliche Position beteiligter Geräte im Kern erfasst, erfolgt die Konfiguration automatisch und komplett dynamisch.

Beliebig viele Quellen

Die heute üblichen digitalen Videoverbindungen und -kabel (z.B. DVI oder HDMI) sind per Definition auf eine 1-zu-1-Verbindung zwischen Quelle (z.B. Computer, Mobiltelefon oder DVD-Player) und Display beschränkt. DaaS verbindet Pixelquellen mit Displays über – auch kabellose – Standard-IP-Netzwerke und ermöglicht so eine m-zu-n-Verbindung von beliebig vielen Quellen zu beliebig vielen Displays sowie eine freie, dynamische Abbildung aufeinander.

Ausgezeichnete Idee

„Für das Entwicklerteam, das seit über vier Jahren an Display as a Service arbeitet, ist diese besondere Auszeichnung eine hohe Ehre, eine wirkliche Freude und eine extrem motivierende Bestätigung für die Ideen, die wir gemeinsam entwickelt und die Ergebnisse, die wir gemeinsam implementiert haben“, sagt Alexander Löffler, Leiter des DaaS-Teams am Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI). „Nun arbeiten wir verstärkt an intuitiven Benutzerschnittstellen für Endanwender und an einer engeren Integration der Technologie in die Hardware der Gerätehersteller.“

Entwickelt wurde die Technologie in der DFKI-Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Philipp Slusallek und am Intel Visual Computing Institute, einer Forschungskooperation von Intel mit der Universität des Saarlandes und dem Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz. DaaS erhielt im März 2013 den mit 50.000 EUR dotierten ersten Preis des Cebit Innovation Award. Schirmherren des Preises waren das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und die Deutsche Messe AG. Alexander Löffler ist Absolvent des Software Campus, ein Programm von Wirtschaft, Wissenschaft und Bundesregierung zur Qualifizierung zukünftiger IT-Führungskräfte. (mz)

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