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Übernahme SLM Solutions beschließt Zusammenschluss mit GE Aviation

| Redakteur: Katharina Juschkat

Die SLM Solutions AG beschließt den Zusammenschluss mit dem Flugzeugtriebwerk-Hersteller GE Aviation. Die Entscheidung zur Abgabe eines Übernahmeangebots für 100% der ausstehenden Aktien durch GE Aviation wurde jetzt bekannt gegeben. Die bestehenden Standorte und Belegschaftsstärke sollen erhalten und ausgebaut werden.

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GE Aviation hat bekanntgegeben, ein freiwilliges Übernahmeangebot für alle ausstehenden Aktien der SLM Solutions Gruop AG abzugeben.
GE Aviation hat bekanntgegeben, ein freiwilliges Übernahmeangebot für alle ausstehenden Aktien der SLM Solutions Gruop AG abzugeben.
(Bild: gemeinfrei, pixabay.com / CC0 )

GE Aviation, Hersteller von Flugzeugtriebwerken, hat seine Entscheidung bekanntgegeben, ein freiwilliges Übernahmeangebot für alle ausstehenden Aktien der SLM Solutions Gruop AG abzugeben. GE Aviation gehört zum US-Konzern General Electric. Das Angebot soll von der GE Germany Holdings AG, einer Tochtergesellschaft der GE Aviation, durchgeführt werden. Den Aktionären bietet GE Aviation einen Geldbetrag von 38 Euro je Aktie. Der Vorstand und Aufsichtsrat von SLM beabsichtigt unter Vorbehalt der Angebotsprüfung, das Angebot zu unterstützen.

Hauptsitz und Belegschaft sollen erhalten bleiben

Beide Unternehmen begrüßen die geplante Zusammenführung als eine Chance für ihre Kunden, Mitarbeiter und Aktionäre. Hans-Joachim Ihde, Gründer und Aufsichtsratsvorsitzender von SLM Solutions, erklärt: „General Electric begleitet uns als Anwender und Kunde seit unserer Anfangszeit. In der Luft- und Raumfahrttechnik haben sie eine Vorreiterrolle eingenommen und die Vorteile des selektiven Laserschmelzens – zum Beispiel beim eingesparten Gewicht der Bauteile – erkannt. Mit unserer Multi-Laser-Technologie sind sie bestens vertraut.“

Im Rahmen der am 6. September 2016 geschlossenen Zusammenschlussvereinbarung hat GE Aviation erklärt, die bestehende Unternehmenskultur von SLM Solutions auch in Zukunft zu fördern. Darunter fällt neben der Zusage, den Hauptsitz in Lübeck sowie die weiteren Standorte der Gesellschaft zu erhalten und auszubauen, auch ein Bekenntnis zur Belegschaft und zum bestehenden Management. Darüber hinaus plant GE Aviation, das Wachstum der Gesellschaft zu unterstützen, beispielsweise durch eine verbesserte weltweite Verbreitung der Produkte und Serviceleistungen. Die bestehende Kundenbasis soll erhalten bleiben und ausgebaut werden. Die Weiterentwicklung zum Anbieter von Lösungen für die additive Fertigung ist für GE Aviation ein strategischer Schritt auf dem Weg zum digitalen Industrieunternehmen.

Gemeinsam Zukunftstechnologien weiterentwickeln

Seit dem Börsengang im Jahr 2014 verfolgt SLM Solutions eine Drei-Säulen-Strategie, die neben dem Ausbau des weltweiten Vertriebs- und Servicenetzwerks auch einen Schwerpunkt auf Forschung und Entwicklung sowie die Weiterentwicklung zum integrierten Lösungsanbieter umfasst. Seit Jahresbeginn schloss das Unternehmen strategische Partnerschaften in den Bereichen Verbrauchsmaterialien und Software, die einen Beitrag zur Verbreitung additiver Fertigungsverfahren in der Industrie und einer Verbesserung der Anwenderfreundlichkeit leisten sollen.

Der Vorstandsvorsitzende Dr. Markus Rechlin erklärt die Vorteile eines Zusammenschlusses: „GE Aviation ist ein starker Partner mit Technologiekompetenz. Wir wollen gemeinsam am Standort Lübeck unsere Zukunftstechnologie weiterentwickeln und unser Unternehmen als Teil eines internationalen Großkonzerns breiter aufstellen. Wir denken, dass sich die Weiterentwicklung von SLM Solutions zum Systemanbieter jetzt beschleunigt.“

Vorstand und Aufsichtsrat von SLM Solutions werden im Einklang mit ihren gesetzlichen Verpflichtungen nach Erhalt der Angebotsunterlage im Detail Stellung zu dem Angebot nehmen. Vorbehaltlich dieser Prüfung beabsichtigen Vorstand und Aufsichtsrat derzeit, das Übernahmeangebot zu unterstützen. Sollte das Übernahmeangebot erfolgreich sein, werden 31,5 % der Aktien der Gesellschaft, die derzeit von Altaktionären gehalten werden, auf GE Aviation übertragen. Die Durchführung des Übernahmeangebots wird unter wenigen marktüblichen Bedingungen stehen, insbesondere dem Erreichen einer Mindestannahmeschwelle von 75 % und der Freigabe durch die zuständigen Kartellbehörden. (kj)

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