3D-Druck

Sitzt, passt, wackelt und hat Luft

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Die Arbeit in den Entwicklungs-abteilungen wird sich ändern

Vor allem das Thema Software für die Konstruktion von komplexen 3D-Bauteilen wird immer wichtiger. Hierauf reagiert ein Joint Venture, das die SLM Solutions Group AG, ein Anbieter metallbasierter additiver Fertigungstechnologie, die CADS GmbH und die CADS Medical GmbH, Hersteller von Softwarelösungen für den Bereich der 3D-Visualisierung, für die Entwicklung einer Datenvorbereitungssoftware im Bereich der additiven Fertigungstechnologien Anfang dieses Jahres gegründet haben. Henner Schöneborn, Vorstandsmitglied von SLM Solutions im Ressort Corporate Development and Innovation, erklärt: „Wir sehen in einer Software-Eigenentwicklung mittelfristig eine große Chance, um den spezifischen Anforderungen unserer Kunden bereits in der Konstruktionsphase besser gerecht zu werden und additiv zu denken.“

Software – ihr kommt nicht nur in der Konstruktion industrieller Produkte, sondern auch im Krankenhaus selbst eine zentrale Rolle zu. Deshalb hat Materialise eine Software- und Service-Plattform speziell für den 3D-Druck in Kliniken im Portfolio. Die offene Plattform Materialise Mimics Care Suite unterstützt Ärzte in der patientenspezifischen Planung, Vorbereitung und Durchführung von komplexen Eingriffen in Bereichen wie der Orthopädie und der Kardiologie. Die Software fügt sich dabei in die bestehende IT-Infrastruktur von Krankenhäusern ein, vereinfacht die Arbeitsabläufe und ermöglicht eine verbesserte Patientenversorgung.

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„Wir sehen ein enormes Potenzial und eine rapide steigende Nachfrage für den 3D-Druck in Krankenhäusern“, erklärt Martin Herzmann, Sales Manager bei Materialise. Professor Dr. Christian Hendrich, Ärztlicher Direktor am Orthopädischen Krankenhaus Schloss Werneck, hat bereits zahlreiche Gelenkersatzoperationen mit Hilfe der 3D-Druck-Technologie von Materialise durchgeführt: „Bei einer patientenspezifischen 3D-gedruckten Prothese kann die Formgebung des Knochens bis ins kleinste Detail nachgearbeitet werden. Dadurch muss weniger vorhandener Knochen entfernt werden, was für die Patienten schonender ist. 3D-Druck eignet sich deshalb insbesondere für extreme anatomische Fälle oder Revisionseingriffe.“

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