Windkraftanlagen Siemens Wind Power weiter auf Wachstumskurs

Redakteur: Stefanie Michel

Erst vor fünf Jahren war Siemens mit der Übernahme der dänischen Bonus Energy in den Windenergiemarkt eingestiegen. Doch das Unternehmen bekräftigt sein Ziel, in die Weltspitze der Anbieter von Windkraftanlagen vorzustoßen.

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Seit der Übernahme von Bonus Energy verzeichnete das Windenergiegeschäft von Siemens eine rasante Entwicklung: Die Zahl der Mitarbeiter hat sich versiebenfacht, der Umsatz sogar verzehnfacht. „Wir wollen diese Erfolgsgeschichte weiter fortschreiben“, sagte Andreas Nauen, CEO der Business Unit Wind Power. „Der gesamte Windenergiemarkt weltweit wächst jährlich mit einer Rate von zwölf Prozent. Wir wollen deutlich schneller wachsen als der Markt und bis 2012 einer der Top-3-Anbieter werden.“

Als Weltmarktführer bei Offshore-Windparks setzt Siemens darauf, diese Position weiter auszubauen. Außerdem wird das internationale Fertigungsnetzwerk in den Schlüsselmärkten erweitert, und innovative Produkte, wie etwa getriebelose oder schwimmende Windturbinen, sollen die Technologieführerschaft sichern.

Markt für Windenergie wächst weltweit

„Die Perspektiven für die Windenergie sind ausgezeichnet“, sagte Nauen. „Der Windenergiemarkt weltweit wird bis 2030 von heute rund 30 Mrd. EUR pro Jahr auf über 200 Mrd. EUR wachsen. Besonders starkes Wachstum erwarten wir in der Region Asien/Pazifik. Aber auch in Nordamerika und Europa wird der Markt weiterhin deutlich zulegen.“

Windparks auf dem Meer gewinnen zunehmend an Bedeutung. In Europa wird das Potenzial für die Offshore-Windenergie auf rund 70 Gigawatt geschätzt. Dies entspricht der Hälfte des derzeit in Deutschland installierten Kraftwerksparks. Von diesen möglichen 70 Gigawatt sind derzeit erst 1,5 Prozent erschlossen.

Siemens an großen Offshore-Windparks beteiligt

Siemens konnte im abgelaufenen Geschäftsjahr den größten Offshore-Auftrag verbuchen, der bislang weltweit vergeben wurde. An Dong Energy werden 500 Windenergieanlagen der 3,6-MW-Klasse geliefert. Ein Teil dieser Turbinen wird bei London Array, dem nach seiner Fertigstellung weltgrößten Offshore-Windpark, zum Einsatz kommen. Bislang hat Siemens zehn Offshore-Windparks mit einer Leistung von 850 Megawatt realisiert. Aus Deutschland erhielt das Unternehmen einen Auftrag für den Offshore-Windpark Baltic 1.

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