EMO 2013 Siemens will Werkzeugmaschinenbau Weg zur Industrie 4.0 ebnen

Redakteur: Ute Drescher

Auch der Werkzeugmaschinenbau braucht zunehmend integrierte Lösungen. Dementsprechend hat Siemens das Sinumerik-Portfolio erweitert, u.a. um eine Kollisionsüberwachung sowie die Software-Suite Sinumerik Integration for Production, zu sehen auf der EMO 2013.

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Mit integrierten Lösungen bereitet Siemens den Weg zur Industrie 4.0 auch im Werkzeugmaschinenbau. Durch ein integriertes Werkstückmessverfahren mit 30 Nanometer Messgenauigkeit für die größte Präzisionsoptikmaschine der Welt kann man mit Teleskopen bis zu 13 Milliarden Lichtjahre in den Weltraum blicken.
Mit integrierten Lösungen bereitet Siemens den Weg zur Industrie 4.0 auch im Werkzeugmaschinenbau. Durch ein integriertes Werkstückmessverfahren mit 30 Nanometer Messgenauigkeit für die größte Präzisionsoptikmaschine der Welt kann man mit Teleskopen bis zu 13 Milliarden Lichtjahre in den Weltraum blicken.
(Bild: Siemens)

Industrieunternehmen stehen tiefgreifenden Veränderungen in der Fertigungswelt gegenüber. Gleichzeitig findet eine immer stärkere Integration von Produktentwicklungs- und Produktionsprozessen durch Softwaresysteme und Hardware statt – ein zentraler Schritt auf dem Weg in ein neues Industriezeitalter. „Unser Ziel ist es, die Integration von Simulation und virtuelle Maschine in die Werks-IT weiter voranzutreiben“, erklärte Dr. Robert Neuhauser, CEO der Business Unit Motion Control Systems der Siemens-Division Drive Technologies, anlässlich der Fachpressekonferenz im Vorfeld der EMO 2013. „So bereiten wir den Weg zu Industrie 4.0 auch im Werkzeugmaschinenbau“.

„Künftige Produktionsmodelle verlangen nach einer höheren Produktivität, Flexibilität und Effizienz“, beschreibt Joachim Zoll, Leiter des Geschäftsfelds Werkzeugmaschinen von Motion Control Systems, die Forderungen des Marktes. „Gleichzeitig müssen Maschinenbedienung und Produktionsabläufe einfacher werden“. Auf der EMO 2013 zeigt Siemens, wie die Weiterentwicklung des Sinumerik-Portfolios diesen Forderungen Rechnung trägt. Zoll fasst die Weiterentwicklungen unter drei Schlagworten zusammen: Intelligente Maschinenbedienung, technologiekompetenz und Multitasking sowie IT-Integration.

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CNC-Technologiekompetenz wird konsequent ausgebaut

Mit Sinumerik hält Siemens ein durchgängiges Portfolio an Steuerungen für einfache Werkzeugmaschinen über standardisierte Maschinenkonzepte bis hin zu modularen Premium-Lösungen bereit und bietet intelligente Lösungen für eine wirtschaftliche Herstellung hochwertiger Werkstücke. Diese CNC- Technologiekompetenz wird konsequent ausgebaut.

Die Bedienung wird noch komfortabler

Im Mittelpunkt der Neuerungen stehen deshalb intelligente Funktionserweiterungen. Sie gestalten die Bedienung der CNCs sowohl für die Kompaktklasse als auch für den High-End-Bereich noch komfortabler, erhöhen die Präzision am Werkstück und sorgen für mehr Sicherheit bei der Bearbeitung. So zeigt Siemens beispielsweise eine neue Funktion zum Schutz vor ungewollten Kollisionen von Maschinenkomponenten. Innerhalb der durchgängigen Bedienoberfläche Sinumerik Operate sind unter anderem die Simulationsoptionen erweitert worden.

Integration auf allen Ebenen

Auf dem Weg zu Industrie 4.0 in der CNC-Fertigung spielt das Sinumerik-Portfolio auch im Rahmen des Integrated Drive Systems (IDS) eine zunehmend wichtige Rolle. Mit dem Ziel, durch Integration die Wertschöpfung über die gesamte Prozesskette zu optimieren, werden mit IDS alle Komponenten des Antriebsstrangs konsequent in das gesamte Umfeld des Produktionsprozesses integriert. Dies gilt auch für Sinumerik-Systemlösungen.

Für jede Sinumerik-Anwendung sind optimal aufeinander abgestimmte Systemkomponenten wie leistungsstarke Sinamics-Antriebe und Simotics-Motoren von jeher selbstverständlich. Neben der horizontalen Integration entlang des Antriebsstrangs ermöglicht Siemens mit Sinumerik Integrate for Production zudem die vertikale Integration innerhalb der Fertigungsautomatisierung. Wie das Beispiel eines führenden PKW-Herstellers zeigt, kann durch eine solche vertikale und horizontale Integration in der Produktion der Serienanlauf um bis zu 50 % beschleunigt werden.

PLM-Lösungen für die Integration über den Produktlebenszyklus

Die Integration über den gesamten Produktlebenszyklus wiederum lässt sich mit den entsprechenden PLM-Software-Lösungen von Siemens umsetzen. Einige Leitbranchen der Metallbearbeitung, wie der Flugzeug- oder Automobilbau, aber auch die Medizintechnik setzen dieses Konzept bereits um. Hierbei laufen die Produktentwicklung und Produktionsplanung zunehmend am Bildschirm ab, bevor auch nur eine Werkzeugmaschine aufgestellt wird.

Wird eine modulare Maschine von vorneherein virtuell entwickelt, so dass sie vollständig simuliert werden kann, lassen sich bis zu 40 % Zeit einsparen. Im laufenden Betrieb sind durch weitere Simulation und Optimierung zudem Produktivitätssteigerungen von 10 % möglich.

Auf der EMO zeigt Siemens die Weiterentwicklung seiner Product Lifecycle Management Software. Dazu zählen skalierbare Lösungen für die Teilefertigung, die eine noch bessere informationstechnische Durchgängigkeit vom Werkstückmodell bis hin zur Werkzeugmaschine unterstützen. Die nächste Stufe der Produktivität für die NC-Programmierung stellt Siemens zudem mit der Weiterentwicklung der PLM-Software NX CAM vor, die ab sofort spezielle branchenspezifische Bearbeitungsfunktionen sowie Zugriff auf eine neue Manufacturing Resource Library bietet. (ud)

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