Hannover Messe 2015 Siemens stellt Digitalisierung in den Mittelpunkt des Messeauftritts

Redakteur: Ute Drescher

„Effizienzsprünge sind nur mit Digitalisierung machbar“, begründet Anton S. Huber den Fokus von Siemens auf der Hannover Messe 2015. Der Siemens-CEO erklärte auf einer Pressekonferenz im Vorfeld der Messe weitere Schwerpunkte des Messeauftritts. Highlight unter den angekündigten Produktneuheiten: ein Synchron-Reluktanz-Motor.

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(Bild: Siemens)

"Effizienzsprünge in der Fertigung lassen sich nur über die Digitalisierung erreichen", erklärt Anton S. Huber, CEO der Siemens-Division Digital Factory. Aus diesem Grund stellt Siemens den diesjährigen Auftritt zur Hannover Messe unter das Schlagwort Digitalisierung. "Sie eröffnet produzierenden Unternehmen ganz neue Möglichkeiten, Produkte und Lösungen schnell und effizient zu entwickeln und zu fertigen. Wer diese Chancen konsequent nutzt, besitzt entscheidende Wettbewerbsvorteile“, so Huber weiter auf der Pressekonferenz im Vorfeld der Messe.

Da das Design eines Produktes auch über die Automatisierbarkeit der Fertigung entscheide, müssten Produkt-Design und Produktion eng miteinander verknüpft werden, erklärte Huber. Das sei aber in vielen Unternehmen bis heute nicht durchgängig:"In vielen Fällen existiert eine hohe Zahl an Datenquellen".

Besonders den Kunden in der Fertigungsindustrie bietet Siemens unter dem Begriff der „Digital Enterprise“ eine zukunftsfähige Plattform auf Basis leistungsstarker Softwaretechnologien, um die umfänglichen Anforderungen von Industrie 4.0 in den kommenden Jahren erfüllen zu können. „Der komplette Produkt- und Produktions-Lifecycle lässt sich bereits heute durchgängig integrieren“, wirbt Huber für das Siemens-Konzept.

Besondere Aufmerksamkeit richtet Siemens dabei auf die Verschmelzung der virtuellen mit der realen Welt: „Die digitale Fabrik ist keine Vision mehr. Schon heute tragen wir einen bedeutenden Teil dazu bei. Unsere Softwarelösung Teamcenter fungiert als zentraler Data Backbone. Entscheidend für eine bessere Fertigung mit mehr Effizienz und einer kürzeren Time-to-Market ist die vollständige digitale Abbildung der gesamten Wertschöpfungskette eines Unternehmens“, so Anton S. Huber.

Alle Datenbanken innerhalb eines Unternehmens durch ein duchgängiges Datenmanagement-System abzulösen, ist ein langer Prozess, weiß Huber aus eigener Erfahrung. Bei Siemens sei das mit der Einführung von Teamcenter gelungen. Aber: "Die Einführung eines solchen Datenmangement-Systems müssen die Ingenieure machen, die später damit arbeiten. Das geht nicht ohne Überstunden". Und das ist teuer. Oft betragen die Software-Lizenzen am Ende nicht mehr als etwa 10 % der Gesamtkosten für die Umstellung.

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