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Antriebssystem Siemens erhält dritten Auftrag für Elektrofähre

| Redakteur: Katharina Juschkat

Die norwegische Verkehrsgesellschaft Fjord 1 hat Siemens jetzt mit dem Auftrag betreut, die Antriebssysteme für zwei batteriebetriebene Fähren zu konstruieren. Die umweltfreundlichen Schiffe sollen im Januar 2018 in Betrieb genommen werden.

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Siemens erhielt den Auftrag zur Lieferung der Antriebssysteme für zwei neue batteriebetriebene Fähren. Damit werden die ersten vier vollelektrischen Fähren der Welt mit von Siemens entwickelter und hergestellter Technologie fahren.
Siemens erhielt den Auftrag zur Lieferung der Antriebssysteme für zwei neue batteriebetriebene Fähren. Damit werden die ersten vier vollelektrischen Fähren der Welt mit von Siemens entwickelter und hergestellter Technologie fahren.
(Bild: Multi Maritime)

Siemens liefert die Antriebssysteme für zwei neue batteriebetriebene Fähren. Diese von Fjord 1 betriebenen Schiffe sollen auf der 2,4 km langen Route E39 zwischen Anda und Lote an der Westküste Norwegens verkehren. Beide sollen über eine Kapazität von 120 Autos, 12 Anhängern und 349 Passagieren verfügen. Der Betrieb soll im Januar 2018 aufgenommen werden. Damit werden die ersten vier batteriebetriebenen Fähren der Welt mit von Siemens entwickelter und hergestellter Technologie fahren. Bereits 2015 lieferte das Unternehmen das Antriebssystem für „Ampere”, die erste vollelektrische Fähre der Welt, und erhielt Anfang 2016 einen Auftrag der finnischen Schifffahrtsgesellschaft Fin Ferries.

Mit voll integrierter Antriebslösung emissionsfrei fahren

An Bord der zwei Fähren will Siemens jeweils eine vollständig integrierte Lösung für die elektrische Energie und die Automatisierung installieren: Die elektrische Antriebslösung Blue Drive Plus C umfasst Lithium-Ionen-Batterien als Energiespeicher, Strahlruder und Fernsteuerung der Propeller, ein Energiemanagementsystem sowie ein integriertes Alarm- und Überwachungssystem. Die Batterien der Schiffe werden nach jeder Überfahrt über einen Landanschluss geladen, der in das örtliche Versorgungsnetz integriert ist. Die Fähren kontrollieren über W-Lan den Ladevorgang.

Gegenwärtig werden die Fähren noch mit Dieselmotoren betrieben. Sie verkehren sowohl tagsüber als auch nachts. Diese Route an der Westküste Norwegens ist die erste Fährverbindung, bei der die Straßenverwaltung des Landes den Einsatz von emissionsfreier Technologie vorschreibt. Für die Ausschreibung legte das Land fest, dass eine der beiden Fähren emissionsfrei und die zweite Fähre emissionsarm betrieben werden muss. Fjord 1 entschied sich schließlich für zwei batteriebetriebene Fähren, mit denen sich ein besseres Gesamtergebnis erzielen lassen soll – sowohl finanziell als auch unter dem Aspekt der Umweltfreundlichkeit.

Erste Ausschreibung für umweltfreundliche Fähre

„Nachdem die Infrastruktur an Land vorhanden ist, wollten wir die Investitionen mit zwei Fähren so gut wie möglich nutzen. Daher haben wir uns für die umweltfreundlichste Option entschieden”, sagt Arild Austrheim, Maritime Technical Director bei Fjord 1. Jürgen Brandes, CEO der Division Process Industries and Drives bei Siemens, fügt hinzu: „Mit diesem Vertrag wollen wir unsere Stellung bei den umweltfreundlichen Antriebslösungen unter Beweis stellen. Die Technologie ist robust, reduziert Kosten und ist nachhaltig.”

Die Technologie wird in Norwegen entwickelt und basiert auf Lösungen, die für Offshore-Schiffe konzipiert wurden. Deshalb ist die Technologie unter schwierigen Bedingungen getestet und über viele Jahre hinweg weiterentwickelt worden. Die Ausschreibung für die Fährroute zwischen Anda und Lote ist die erste Ausschreibung für Fährdienste in Norwegen, bei der der Staat emissionsfreie oder emissionsarme Fähren vorschrieb. Dies steht im Einklang mit den neuen, strengeren staatlichen Umweltauflagen. (kj)

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