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Sicherheitsschaltgeräte Sichere Bearbeitung empfindlicher Materialien

| Autor / Redakteur: *Simon Davis / Jan Vollmuth

Der Hersteller von Rollenschneid- und Umrollmaschinen Ashe Converting Equipment setzt die Anforderungen der Europäischen Maschinenrichtlinie mithilfe eines flexiblen Sicherheitsmoduls um, das alle Anforderungen an die Sicherheitsschaltung mit einer zentralen Einheit umsetzt.

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(Bild: Phoenix Contact )

Ashe Converting Equipment ist ein weltweit führender Hersteller von Rollenschneid- und Umrollmaschinen für die Kunstofffolien-, Papier- und Rollenrotations-Branche. Das Portfolio des englischen Unternehmens umfasst darüber hinaus Spezialgeräte zum Etikettieren. Als die europäische Maschinenrichtlinie 2006/42/EG und die EN ISO 13849-1 als Norm für die sicherheitsbezogenen Teile von Steuerungen in Kraft traten, wandte sich Ashe hinsichtlich der Konformität von Sicherheitssteuerungen an Phoenix Contact.

Entwicklung hochwertiger Rollenschneidmaschinen

Aufgrund seiner 30-jährigen Unternehmensgeschichte sowie mehr als 900 in Betrieb befindlichen Systemen verfügt Ashe über umfangreiche Erfahrungen sowie eine hohe technische Kompetenz im Bereich von Verarbeitungsanlagen für verschiedene industrielle Branchen. Im Werk in Ipswich befassen sich die Maschinentechniker beispielsweise mit der Entwicklung qualitativ hochwertiger Rollenschneidmaschinen, die durch den Einsatz moderner Technologie sicher und produktiv fertigen. Denn selbst bei der Behandlung empfindlicher Materialien dürfen die Anwender ein tadelloses Ergebnis erwarten.

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Die meisten Kunden von Ashe verarbeiten Güter wie Papier oder Kunststofffolien, die in langen Bahnen produziert und anschließend aufgerollt werden, um die Handhabung und den Transport zu erleichtern. Je nach Material unterscheiden sich die Rollen erheblich in puncto Größe und Gewicht. Ihre Spannbreite reicht dabei von wenigen cm bis zu 8,7 m, wohingegen das Gewicht mehrere Tonnen betragen kann.

Empfindliches Material kann knittern oder Falten schlagen

Im Rahmen des Verarbeitungsprozesses wird das dünne aufgerollte Material durch Rollenschneidmaschinen geführt, die aus ihm ein Zwischen- oder gleich ein Endprodukt herstellen. Primäre Rollenschneider können große Rollen verarbeiten. Während die aufgewickelte Rolle bei einer Geschwindigkeit bis 1200 m/min. stetig an Durchmesser zunimmt, bewegen sich die Aufrollstationen selbständig horizontal von den Reiterwalzen weg. Um ein exzellentes Aufrollergebnis zu erzielen, halten die Aufrollstationen über den gesamten Zeitraum des Aufwickelns Kontakt.

Bei den teilweise sehr dünnen Stoffen besteht immer die Gefahr des Knitterns und der Faltenbildung. Damit es nicht dazu kommt, wird die Rollenspannung von einer Unterdruck-Zugwalze geregelt. Sekundäre Rollenschneider sind ähnlich aufgebaut, verarbeiten aber nur Folien bis zu einer Breite von 3,5 m.

Rollenschneider untergliedern sich in drei Hauptbereiche, die unterschiedliche Gefahren für den Maschinenbediener und das Wartungspersonal bergen:

  • In der Aufrollzone resultiert die Gefährdung aus der mit hoher Geschwindigkeit rotierenden Rolle. Menschen könnten in die Maschine gezogen oder durch den Aufprall verletzt werden.
  • Die Schneidzone ist durch scharfe, sich schnell bewegende Klingen gekennzeichnet, was zu schweren Schnittverletzungen bei Mitarbeitern führen kann.
  • Die Gefahren der Abroll- gleichen denen der Aufrollzone: Das immense Verarbeitungstempo der Folie kann Körperteile einziehen und abtrennen, wenn sie von der Rolle abgewickelt wird.

Zum Umsetzen der Maschinenrichtlinie 2006/42/EG beschreibt die Norm EN ISO 12100 einen dreistufigen Ansatz zur Reduzierung der von Maschinen ausgehenden Gefahren sowie Schaffen einer sicheren Arbeitsumgebung: Nach Abschluss der Gefahrenbewertung der Maschine muss der Hersteller zunächst konstruktive Maßnahmen zur Verringerung des Verletzungsrisikos ergreifen. Dabei kann es sich im ersten Schritt um einen sicheren mechanischen Aufbau oder den Austausch gefährlicher Materialien durch weniger riskante Stoffe handeln.

Falls die Gefährdung weiterhin besteht, lassen sich an den Gefahrenpunkten Schutzvorrichtungen wie Schrankensysteme anbringen, die dem Anwendungsbereich angemessen sein sollten. Außerdem sollte ihre Position bei Bedarf durch Schutzmaßnahmen wie eine Sicherheitskontroll-Funktion überwacht werden. Verbleibende Risiken können durch ausreichende Information der Mitarbeiter in Form von Warnschildern auf der Maschine und Hinweise im Betriebshandbuch abgedeckt werden.

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