Energieführung Sicher geschützte Leitungen für den Werkzeugmaschinenbau

Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Monika Zwettler

Schutz für bewegte Leitungen: Das RX-Rohr von Igus hat in Labortests unter harten Bedingungen seine Spänedichtigkeit bewiesen.

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Labortests für sicher bewegte Leitungen im Werkzeugmaschinenbau zeigen Spänedichtigkeit des Energierohrs.
Labortests für sicher bewegte Leitungen im Werkzeugmaschinenbau zeigen Spänedichtigkeit des Energierohrs.
(Bild: Igus)

Das Kunststoff-Energierohr RX von Igus trotzt Spänen im harten Einsatz, wie Tests über einen definierten Zeitraum von 100.000 Doppelhüben unter gleichmäßiger Zufuhr von Metallspänen unterschiedlichster Größe bewiesen haben.

Wenn es um den Schutz bewegter Leitungen im Arbeitsraum von Dreh-, Fräs- und Sägemaschinen geht, müssen Energieketten nach innen spänedicht sein und gleichzeitig die Leitungen abriebsarm führen. Zu diesem Zweck hatte das Kölner Unternehmen Igus bereits 1987 sein erstes aufklappbares Kunststoff-Energierohr R68 entwickelt. Das aktuelle Energierohr RX bietet jetzt laut Igus umfassenden Schutz gegenüber Spänen jeder Größe.

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Test ist nicht gleich Test

Um Aussagen über die Dichtigkeit von Energierohren machen zu können, werden diese ausgiebig getestet. Dabei dienen die IP-Klassifizierungen als Indikator. Igus prüft darüber hinaus seine Energierohre im unternehmenseigenen Testlabor in Köln. Vorteil dieser Versuchsreihen soll sein, dass die Testzyklen unter realen Umgebungsbedingungen stattfinden. Denn um Aussagen über die tatsächliche Dichtigkeit eines Energierohres machen zu können, muss sein späterer Einsatz exakt simuliert werden.

Realitätsnahe Simulation: Doppelhübe unter Spänebeschlag

Aus diesem Grund hat Igus ein standardisiertes Testverfahren entwickelt, bei dem die Energierohre 100.000 Doppelhübe bewegt werden. Gleichzeitig wird eine festgelegte Masse an Stahlspänen unterschiedlichster Größe in regelmäßigen Abständen immer wieder auf das Energierohr geschüttet. Das Prinzip ist mit dem einer Waschmaschinentrommel vergleichbar.

Nach Ablauf der Zyklen wird untersucht, wie viel Gramm Späne in den Innenraum gelangen konnten. Dabei stellte sich heraus, dass nach 100.000 Doppelhüben unter Zufuhr von 1.000 g Metallspänen nur 0,23 g Späne im RX-Rohr lagen, das entspricht 0,023 %.

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Späne prallen am gerundeten Außenprofil ab

Grund für das gute Abschneiden des RX-Rohrs ist sein abgerundetes Profil: An der glatten, gewölbten Außenkontur fallen Späne bei Berührung mit der Oberfläche einfach ab. Außerdem prüft Igus, ob sich Späne in dem Anschlagssystem des Energierohrs absetzen. Dies könnte dazu führen, dass sich der Biegeradius ändert und das Rohr dadurch nicht mehr sicher läuft, schlimmstenfalls gegen Störkanten fährt. Das Rohr bietet auch hier durch besonders glatte Konturen und enge Fertigungstoleranzen besten Schutz – beim Test gelangten keinerlei Späne zwischen die Anschläge. (mz)

Igus auf der EMO 2013: Halle 25, Stand B16

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