Antriebssystem Sicher durch die Lüfte – mit Antriebssystemen von Siemens

Derzeit wird in München das zweite 80 Meter hohe R80XL, das aktuell größte transportable Riesenrad der Welt gebaut. Siemens liefert dazu die Elektronik, Antriebssysteme und durchgängige Automatisierung, die mit Hilfe des TIA-Portals entwickelt wurde.

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(Bild: Siemens)

Beinahe 80 Meter über der Erde schweben: Das erlauben die weltweit größten mobilen Riesenräder, die von Bussink entworfen und von Maurer German Wheels gebaut werden. Derzeit entsteht auf dem Münchner Firmengelände von Maurer das zweite 80 Meter hohe R80XL. Dabei stammen die Elektronik, die Antriebssysteme und die durchgängige Automatisierung, die mit Hilfe des TIA-Portals entwickelt wurde, aus dem Hause Siemens.

Hohe Sicherheit und Energieeffizienz

Da die komplette Steuerung des R80XL in einem Redundanzkonzept angelegt ist, erfüllt das Riesenrad höchste Sicherheitsansprüche. Während eine Simatic-S7-300 im Einsatz ist, steht eine zweite Steuerung als Backup zur Verfügung und kann im Falle eines Ausfalls der Hauptsteuerung jederzeit aktiviert werden. Antriebsseitig ist das Rad mit einem Integrated-Drives-System bestehend aus acht Simotics-GP-Motoren samt je einem kompakten Sinamics-G120-Frequenzumrichter ausgestattet. Das Antriebssystem ist mittels Profinet vernetzt und mit einem Condition-Monitoring-System verbunden, das kontinuierlich den Zustand der Motoren überwacht. So können drohende Ausfälle erkannt und Wartungsarbeiten rechtzeitig durchgeführt werden. Die Sinamics-G120-Frequenzumrichter regeln nicht nur gezielt die Drehzahl der Motoren, was den Stromverbrauch möglichst gering hält, sondern speisen auch Bremsenergie in das lokale Energieversorgungsnetz zurück.

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Vom Fahrerstand aus alles im Blick

Kontrolliert und gefahren wird das Riesenrad von einem zentralen Fahrerstand aus, der dem Operator einen kompletten Überblick über die Technik und Anlage bietet.

Die Automatisierung durch die Simatic-Steuerung unterstützt hierbei auch die reibungslose Beladung des Rads: Da die insgesamt 27 Gondeln über Industrial-Wlan permanent Informationen über ihren Zustand senden und das vorgelagerte Ticketsystem stets die Anzahl der wartenden Fahrgäste meldet, kann das Ladeprogramm des Riesenrads jederzeit die optimale Beladung der Gondeln regeln. Dies ist gerade beim Anfahren des Rads ein enormer Vorteil. Auch die Funktionen der 27 Gondeln sowie die Beleuchtung werden über das TIA-Portal überwacht und geregelt – für eine rundum sichere Fahrt. (sh)

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