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E-Auto Selbstfahrender Sportwagen mit Leichtbauelementen

| Redakteur: Katharina Juschkat

Rinspeed zeigte auf dem Genfer Automobilsalon Anfang März sein Projekt Etos, ein selbstfahrender Sportwagen auf Basis des BMW i8. Mit an Bord ist auch Polymerhersteller Rehau mit neuen Ideen zum Leichtbau.

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Der Etos ist der jüngste Spross des Schweizer Autoveredlers Rinspeed. An Bord des selbstfahrenden Sportwagens zeigt auch Polymerspezialist Rehau neue Ideen für funktionale Leichtbauweisen.
Der Etos ist der jüngste Spross des Schweizer Autoveredlers Rinspeed. An Bord des selbstfahrenden Sportwagens zeigt auch Polymerspezialist Rehau neue Ideen für funktionale Leichtbauweisen.
(Bild: Rinspeed/Dingo)

In Las Vegas präsentierte Rinspeed zusammen mit seinem Entwicklungspartner Rehau den Sportwagen Etos, der mit einem Autopiloten, einer Drohne und einem Lenkrad ausgestattet ist, das im Selbstfahrmodus auf Knopfdruck verschwindet. Rehau stellte die jüngste Leichtbaugeneration in Form einer Gepäckhalterung auf der Rücksitzbank vor. Zum Automobilsalon in Genf gingen die Entwickler noch weiter: Dort war ein serienreifer polymerer Instrumententafelträger zu sehen – bis zu 50 % leichter als vergleichbare Produkte aus Stahl und dennoch sehr stabil. Das kann bei einem Fahrzeug für eine Gewichtseinsparung von bis zu 7 kg sorgen.

Hohlprofil-Technologie ermöglicht Leichtbau

Möglich macht das die Hohlprofil-Technologie, eine Kombination aus Flechttechnik und Blasformprozess. Das Verfahren führt zu extrem leichten und zugleich festen Bauteilen. Zudem soll es zahlreiche Möglichkeiten der Funktionalisierung und Freiheit in der Formgebung bringen. Die Bauteilflexibilität sorgt laut Hersteller dafür, dass sich der Träger an die unter der Instrumententafel liegenden Bauteile wie Lüftungskanäle oder Kabel platzsparend anpasst. So können begrenzte Bauräume besser genutzt werden.

Neu ist laut Hersteller auch die einfache Anbindung von Zusatzelementen, die ohne aufwendige Oberflächenbehandlungen auskommt. Mittels eines Spritzgussverfahrens wurde der polymere Instrumententafelträger mit Klipsen, Halterungen und Anbauelementen für Handschuhfachhalter, Medienhalterung, Klimaanlage und weiteren Elementen versehen.

Weniger Gewicht, gleiche Leistungsfähigkeit, Geometriefreiheit und Funktionalisierungsmöglichkeiten: Die Bauteileigenschaften scheinen überzeugend und können neue Chancen für die Automobilindustrie eröffnen. Rehau wendet die Hohlprofil-Technologie neben dem polymeren Instrumententafelträger auch bei der Entwicklung von Crashträgern, Frontendträgern, Versteifungselementen und weiteren Strukturbauteilen an und plant, weitere Produktfelder außerhalb des Automobilbereiches zu erschließen. (kj)

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